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Kaleidra |Wer das Dunkel ruft | Rezension

Kaleidra von Kira Licht

„‘Sogar Computer können es nicht dekodieren.‘ Was. Zur. Hölle? […] Kein Zweifel. Die Buchstaben waren klar und deutlich, der Stil zwar altmodisch, aber unverkennbar in meiner Muttersprache Italienisch.“

Kira Licht – Kaleidra, One Verlag, S.20

Rezensionsexemplar

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Emilia liebt Rätsel und ist deshalb unglaublich fasziniert, als sie bei einem Museumsbesuch plötzlich das sagenumwogende Voynich-Manuskript lesen kann. Schnell ist sie sich sicher, dass sie etwas Großem auf der Spur ist. Als plötzlich noch der gutaussehende Goldarchemist Ben in ihr Leben tritt, überschlagen sich die Ereignisse. Emilia findet sich schnell in einem Kampf zwischen rivalisierender Geheimlogen wieder und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

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Uff was war Kaleidra für eine Achterbahn Fahrt der Gefühle? Aber ich beginne hier einfach mal von vorne, denn es macht ja erst einmal gar keinen Sinn, mit dem Ende der Rezension anzufangen!

Kaleidra hat mich zunächst nicht überzeugt. Der Anfang schien mir ähnlich wie bei Kira Lichts Göttertrilogie. Emilia entdeckt rein zufällig ihre Macht und wird dann direkt actionreich gejagt und trifft einen sehr unsympathischen Jungen, der ihr verklickern will, dass sie besonders ist. Im Grunde eigentlich wie jeder Auftakt einer YA Fantasy Trilogie. Aber ab dem Punkt, an dem Emilia ihre Kräfte entdeckt, wird die Geschichte total spannend und reißt den Leser mit in diese neue und aufregende Welt.

„Okay…ich war nicht klein, aber er war definitiv groß. Mein Blick glitt an dem piekfeinen Stoff seines Shirts entlang bis hoch in sein Gesicht. Markantes Kinn, gerade arrogante Nase, Wangenknochen, die jedes Contouring zu einem Witz degradierten. Dunkle Haare, dunkle Augen, finsterer Blick. Interessant.“

Kira Licht – Kaleidra, One Verlag, S.29

In dem Buch geht es darum, dass Emilia das sogenannte Voynich Manuskript, das bis heute ein großes Rätsel der Wissenschaft darstellt, lesen kann. Sie ist bei einer Ausstellung mit ihrer Schule als sie die Seiten des Manuskriptes im Schaukasten sieht und lesen kann. Zuerst denkt sie sich nichts bei, doch als Emilia mitbekommt, worum es sich dabei handelt und dass es bis heute nicht übersetzt ist, muss sie stutzen. Relativ schnell taucht dann auch schon Ben auf, der sie mit ihrer neuen Fähigkeit neue Welten entdecken lässt. Mir hat es gut gefallen, dass man als Leser gemeinsam mit Emilia ihre Kräfte und diese neue Welt erforscht und erlebt. Ich möchte hier auch gar nicht zu sehr ins Detail gehen, weil ich sehr viel von dem Worldbuilding vorwegnehmen würde. Nur so viel sei gesagt: Ich mochte es sehr und war am Anfang etwas verwirrt von all den alchemistischen Elementen und Personen, doch nach und nach kam ich auch damit klar.

„Hitze. Ich ließ das Telefon fallen. Es zuckte auf den Bodenfliesen hin und her, als schien seine Elektronik zu schmelzen und von innen heraus zu brodeln. War er dafür verantwortlich?“

Kira Licht – Kaleidra, One Verlag, S.32

Emilia mochte ich sehr als Protagonistin, weil sie zwar zunächst etwas naiv war, sich aber schnell durch ihre Neugierde zurechtgefunden hat. Sie hat die üblichen Probleme, die man als Teenie halt so hat und die Unsicherheiten gegenüber Ben, die sich aber nach und nach legen.

Ben ist unnahbar und schwierig. Eigentlich möchte er Emilia nicht in seiner Nähe haben, muss aber mit ihr arbeiten. Er ignoriert sie nicht, wie man es aus dem Genre gewohnt ist, sondern sucht irgendwie immer wieder ihre Nähe, stößt sie aber dann auch oft weg, wenn sie sich zu nah kommen. Es gibt dafür einen Grund, den der Leser schon in diesem Band erfährt. Ich fand ihn ganz okay, hoffe aber natürlich, dass Ben und Emilia da ihren eigenen Weg in den kommenden Bänden finden, weil sie schon ein echt süßes Paar wären ❤.

„Der Typ war echt so was von unheimlich. Keine Ahnung, was das für Tricks waren oder wie er das gemacht hatte. Jedenfalls hatte er es eindeutig auf mich abgesehen, und irgendetwas an ihm stimmte so ganz und gar nicht.“

Kira Licht – Kaleidra, One Verlag, S.43

Der Schreibstil ist wie immer fantastisch. Kira Licht schreibt flüssig und schafft es durchweg eine Spannung aufzubauen, die den Leser einfach an die Seiten fesselt. Ich habe als Leser mitgefiebert, gebangt und gehofft, dass Emilia und Ben aus der ein oder anderen Situation lebend herauskommen!

Nun und das Ende…was soll ich sagen? Das war einfach nur fies. Aber so richtig. Das Buch dümpelt dann so die letzten paar Seiten in Richtung Ende, ich fragte mich, was noch passieren soll und plötzlich kommt so ein harter Plottwist und dann ist das Buch auch schon zu Ende und man wird mit so einem fiesen Cliffhanger zurückgelassen. Aber gut, dann muss ich halt jetzt auf Band 2 warten!

Header Fazit

Kaleidra ist ein toller Auftakt zu einer Young Adult Urban Fantasy Trilogie. Ich kann es kaum erwarten, dass Band 2 erscheint!


Kira Licht | Kaleidra

30. Oktober 2020 | 560 Seiten


Die gesamte Kaleidra Reihe

(1) Wer das Dunkel ruft

(2) Wer die Seele berührt (26. März 2021)

(3) Wer die Liebe entfesselt (20. Oktober 2021)

(2) Kommentare

  1. sagt:

    Aaaahhh,

    weißte, bis jetzt hat mich die Reihe null interessiert und dann kommst du mit deiner Rezi. Was machst du nur mit mir? *lach
    Ich warte mal ab, was du zu den anderen Bänden sagst und kann dann ja immer noch zuschlagen 😉

    Liebe Grüße
    Tina

    1. Drea sagt:

      Es tut mir leid! <3 (oder auch nicht? ;))
      Die kommenden Bücher erscheinen zum Glück bald und sind alle vorbestellt, sodass die Rezensionen immer fix kommen sollten! 🙂

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