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Kind der 90er| Michéle Voigt | Interview

Michele Voigt Kind der 90er Interview

Erinnert ihr euch noch an eure Kindheit oder Jugend in den 90er Jahren? Ich mich schon und ich erinnere mich gerne daran zurück. Und genau das tut Julia aus dem Buch „Kind der 90er“ von Michéle Voigt auch. Mit 35 Jahren trifft sie ihren ehemaligen Jugendschwarm Jannis wieder und zack ist sie wieder in den 90er Jahren!

Wie bist du auf die Idee zur Geschichte gekommen?

Ganz wie Julia, die Protagonoistin in meiner Geschichte, beim Massieren. (Das ist mein Job 😊) Ich liebe die 90er einfach. Die Musik, der Style… einfach alles. Ich selbst hatte eine tolle Kindheit und Jugend in den 90ern. Ich war feiern, hatte den ersten Freund, den ersten Liebeskummer, Streit mit der besten Freundin und habe die Freiheit der Jugend genossen. Daran denke ich gerne zurück und das wollte ich in einem Buch festhalten. Ein Erinnerungsstück!

Erzähl uns doch mal etwas über deine beiden Protagonisten! 😊 Was macht Julia und Jannis speziell? Wie ist ihre Beziehung?

Julia ist eine berufstätige Mutter, die vom Alltag genervt und gestresst ist. Ihr Mann arbeitet viel und Julia hetzt von einem Termin zum Nächsten. Eigentlich hat sie alles und könnte glücklich sein, wenn da nicht das Gefühl wäre, etwas verpasst zu haben. Julia war früher hübsch, beliebt und konnte jeden Kerl haben, den sie wollte. Nur einen nicht- Jannis. Dar fuchst sie auch Jahrzehnte später noch.

Jannis ist ein Playboy wie er im Buche steht. Er sieht gut aus, ist beruflich erfolgreich und pflegt sein Bad-Boy-Image. Aber als er Julia auf einer 90er-Party wiedersieht, kommen alte, verdrängte Gefühle in ihm hoch.

Wie entwickelt sich die Geschichte?

Julia und Jannis treffen sich auf einer 90er Party wieder und sofort sind die Bilder und Gefühle von damals wieder präsent. Julia versucht es zu verdrängen, doch sie muss einfach wissen, warum Jannis sie damals nicht wollte. Sie treffen sich und aus dem einen Treffen werden zwei und drei und es kommt, wie es kommen muss: sie landen miteinander im Bett. Damit beginnt für Julia das Dilemma. Sie liebt ihren Mann und die Kinder, aber das Gefühl von Freiheit und „wieder-jung-sein“, dass Jannis ihr bietet, ist sehr verlockend…

Julia muss erkennen, dass sie im Hier und Jetzt lebt und die Vergangenheit vorbei ist. „Das Kind der 90er ist erwachsen geworden.“

Hast du eine Lieblingsszene?

Eindeutig die Partyszene! Ich habe beim Schreiben mitgefeiert!

Ist dir irgendetwas leichter oder schwerer gefallen bei deinem Schreibprozess?

Ich hatte das Gefühl, dass ich Julia und ihren Mann nicht so sehr leiden lassen kann und wollte erst die „Betrugs-Szene“ nicht schreiben. Julia tat mir so leid…

Die Rückblicke in die 90s dagegen haben sich fast von allein geschrieben.

War es einfach für dich deine Geschichte in den 90ern spielen zu lassen?

Ja! Ich erinnere ich noch an so viele Kleinigkeiten von damals. Ich bin beim Schreiben wieder in die Vergangenheit gewandert und eigetaucht in das schrille Jahrzehnt.

Woran erinnerst du dich zuerst, wenn du an die 90er zurückdenkst?

An Mr. Vain im Wohnzimmer. Ich habe die Anlage aufgedreht und auf dem Teppich getanzt, bis die Socken geglüht haben. Und die Freiheit!!!

Okay und zum Schluss die obligatorische Frage: Wieso

Weil es eine unglaublich glückliche, friedliche und wunderschöne Zeit war, an die ich gerne zurückdenke.

Danke an Michéle Voigt für das schöne Interview! Wenn ihr jetzt noch Lust habt, weiter in das Buch hineinzublicken, dann schaut mal hier oder ihr wollt noch einmal in der Musik der 90er schwelgen? Dann hat Michéle für euch eine Playlist zusammengestellt!

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