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The Witcher Comics

The Witcher Comics Trenner

Es gibt eigentlich eine ganze Menge an Witcher Comic Bücher. Die ersten Witcher Comics sind zwischen 1993 und 1995 veröffentlicht worden. Von Egmont wurde danach eine Miniserie veröffentlicht. Diese Witcher Comic Rezension handelt von den Dark Horse Comic veröffentlichen Comic Serien. Seit 2014 gibt es immer mal wieder eine neue Comic Reihe. Diese Comic Reihe ist nicht mit der von CD-Projekts The Witcher Comics „The Witcher 2 Assassins of Kings“ und „Witcher 3 Wild Hunt“ zu verwechseln.

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Die Witcher Comic Rezension ist für alle, die wissen wollen, was sie erwartet, ob sich ein Kauf lohnt, oder nur die Sammler mit schönen Zeichnungen belohnt werden. Gerade zwischen Band 1-2 und Band 3-4 ist der Zeichenstil durch einen Zeichner Wechsel stark unterschiedlich.

Allgemein ist gesagt, dass mir die Witcher Comics alle sehr gut gefallen haben. Man sollte beachten, dass in den Comics Nacktheit vorkommt. Es ist also eventuell nicht für die Kinder, die Witcher 3 spielen durften, gedacht. Ich gehe unten noch einmal auf alle ein, da sich einige Unterschiede bemerkbar machen. Ich möchte vorab aber sagen, dass ich es absolut schrecklich fand, dass Geralt in der Comic Serie zum Zauberer wird. Er nutzt so gut wie gar nicht sein Schwert, ist in seiner Persönlichkeit etwas anders, besonders in Im Glashaus. In Fuchskinder wird er von Comic zu Comic dem bekannten Geralt ähnlicher. Das er aber in jedem Kampf nur seine bekannten Hexer Zeichen wie Aard, Yrden, Igni und Quen „zaubert“ sollte eigentlich jedem Fan aufstoßen und ein großer Makel der Witcher Comics sein. Dabei spricht er die Wörter laut aus, als sei er wahrhaftig ein klassischer Zauberer. Erstens sind es keine richtigen Zauber, zweitens ist Geralt nicht so mächtig, um ständig diese kräftigen Zauber zu wirken und drittens würde er sich viel mehr auf sein Schwert und Tränke verlassen. Diese Angewohnheit des Autors zieht sich leider durch die ganze Witcher Comic Serie. Hier hat der Autor es sich zu leicht gemacht und dem Zeichner kaum Herausforderung geboten, einige tolle Schwertkämpfe zu zeichnen. Doch dann gibt es noch die vielen verschiedenen Zeichner. Aber dazu etwas in jedem Comic für sich.

Nun aber zu den einzelnen Witcher Comic Serien. Die Witcher Comics bestehend immer aus Miniserien, wobei man alle Bände gebündelt in einem kaufen kann.

The Witcher Comic Im Glashaus

The Witcher Comic Band 1: Im Glashaus

In diesem finsteren Abenteuer ist Geralt – der Hexer und bekannte Monsterjäger – unterwegs in abgelegenen Ländereien und findet sich in einem verfluchten Glashaus wieder. Das Haus birgt geheimnisse und tödliche Fallen, denn Mensch, Hexer, Dämon und Geister finden aus diesem Labyrinth aus lebendigen Zimmern nicht mehr heraus. Selbst die tapfersten und erfahrensten Krieger werden hier wahnsinnig und Geralt mittendrin, um einen Einsiedler zu begleiten, der selbst ein tiefes Geheimnis birgt.

Gezeichnet wurde der Comicband von Joe Querio, der einen sehr eigenen interessanten Zeichenstil hat. Gesichter sind nicht sehr detailreich, eher grob und plump, die Umgebung ist düster und trostlos gehalten. Es hat mich sehr an das Spiel Darkest Dungeon erinnert. Ich fand den Stil sehr gewöhnungsbedürftig, aber als Witcher Comic passend, um sich von den anderen Unterhaltungsmedien zu unterscheiden. Ich kann mir dennoch vorstellen, dass nicht jeder mit dem Stil zufrieden ist. Es erinnert nicht an die Witcher 3 Wild Hunt Comics und passt auch nicht zu den Büchern. So ist aber auch die Geschichte an diesen Zeichenstil angepasst. Der Autor ist Paul Tobin, der schon Adventure Time und Conan Comics geschrieben hat. Die Abfolge der Zeichnungen und Geschichte ist flüssig und nachvollziehbar. Das Glashaus und die Geschichte dahinter versteht man auf Anhieb und wer genau darauf achtet, sieht sogar einige interessante Geschehnisse, wie veränderte Wandmalereien. Das Glashaus lebt schließlich und scheint sein Eigenleben zu haben. Die Geschichte fand ich insgesamt sehr unterhaltsam und kann sie sehr empfehlen. Es kommen einige Monster vor, es gibt Überraschungen und ein gut geschriebenes Ende. The Witcher Glashaus erinnert mich noch am wenigsten an die Bücher von Andrzej Sapkowski oder an die Spiele. Aber der düstere Stil des Witcher Universums ist beibehalten.

The Witcher Comic Fuchskinder

The Witcher Comic Band 2: Fuchskinder

Geralt ist mit Addario, einem Zwerg, unterwegs. Die beiden geraten auf ein Schiff, dessen Passagiere mit dem Feuer spielen, als sie das kleine Fuchskind von einer Aguara entführen. Geralt hat für die Überfahrt ein sicheres Geleit versprochen, doch ahnte er nicht, in was er sich dort verstrickt hat.

Ich glaube, ich hätte mal zuerst den Klappentext lesen sollen, denn ich kannte diese Geschichte. Zeichner und Autor sind dieselben wie Band 1. Doch die Feder hielt Andrzej Sapkowski selbst. Denn es ist, mit einigen Detailfehler, die Geschichte aus dem Witcher Buch Zeit des Sturms nacherzählt. Der Zeichenstil hat sich nicht geändert, doch die Geschichte war für mich pure Langeweile. Versteht mich da nicht falsch: Die Geschichte selbst ist grandios, spannend und als Geschichte abgeschlossen. Die Aguara ist genial und eine interessante Bestie mit interessanten Fähigkeiten. Nur kannte ich die Geschichte der Fuchskinder ja schon. Ob ich dafür nun eine Comic Reihe benötigt hätte, fand ich nicht. Die Geschichte wird etwas abgeändert erzählt, da Geralt seine Schwerter besitzt, aber an sich gibt es nichts neues. Für die Vervollständigung der Miniserie für Zuhause oder Leser, die Zeit des Sturms nicht gelesen haben, ist The Witcher Fuchskinder sehr zu empfehlen.

The Witcher Comic Fluch der Krähen

The Witcher Comic Band 3: Der Fluch der Krähen

Geralt ist mit Ciri auf dem Weg nach Novigrad, wo Geralt einer Striege gegenübertreten soll. Auf dem Weg begegnen Geralt und Ciri ein bekannter Troll, Werwölfe und andere Bestien. Dabei treffen sie auch auf Yennefer, die gerne mehr Zeit mit Ciri verbringen möchte. Ciri selbst lernt im Thermenbad eine sprechende Krähe kennen und trifft aufgrund dieser Krähe eine folgenschwere Entscheidung.

In Witcher 3: Fluch der Krähen wechselt der Zeichner und das hat mir sehr gut gefallen. Nun zeichnet Piotr Kowalski (Stephen King – der dunkle Turm Comic) und zeichnet exakt wie das Witcher 3 Spiel aussieht. Es ist also nicht mehr ungewohnt und plump gezeichnet, sondern mit detaillierten, bekannten Gesichtern, gut gezeichneten Bestien und schöneren Bildern zwischen den Kapiteln. Somit ein deutlicher Pluspunkt für den Comic. Leider gibt es einen Rechtschreibfehler auf der Rückseite. Statt Novigrad steht dort Novigard.

So makelbehaftet wie der Einband ist, so makellos ist auch leider die Geschichte nicht. Zum einen wird das Kapitel „Der Hexer“ aus der letzte Wunsch, rundum die Striege nacherzählt, zum anderen Teil wollen Geralt und Ciri eine neue Striege bekämpfen, dann wieder nicht, weil Yennefer einen wichtigeren Auftrag hat und ständig wechselt es zu vorhersehbaren Wendungen, da die Krähe dann doch wieder Ciri dazu beeinflusst, die Striege zu suchen. Nebenbei wurden Trolle, Werwolf und Nekker abgehandelt und passten nicht wirklich zur Geschichte. Man wollte damit wohl einfach nur Spannung reinbringen. Und ständig wurde gebadet! Ich glaube man wollte hiermit nur mehr Nacktheit reinbringen: „Jeder Witcher Comic mindestens eine unbekleidete Frau bitte!“ Der Fluch der Krähe hingegen war zum Ende wieder sehr gut. Es war eine schöne makabre Wendung und es war schön von Geralt, Yennefer und Ciri zu lesen. Leider haben sie auch unsere kleine Ciri nackt gezeigt, was mir vorkommt, als würde man seine Tochter nackt sehen.

The Witcher Comic von Fleisch und Flammen

The Witcher Comic Band 4: Von Fleisch und Flammen

In von Fleisch und Flammen trifft Geralt seinen neuen Auftragsgeber in einer Taverne, der von zwielichtigen Raufbolden umgeben ist. Die Tochter des Herren scheint verrückt oder verflucht zu sein, trifft sich nachts mit jemanden und hat blaue Flecken am Hals. Eine Art Monster, denkt der Herr und Geralt geht dem nach, nur um Rittersporn in einer Holzkiste auftauchen zu sehen. Die magische Kiste kann Rittersporn überall hinbringen und so landen Geralt und im weit entfernten Ofir.

Ofir ist ein Ort mitten in einer Wüste. Es herrschen orientalische, extreme Gesetze und dementsprechend werden die beiden erst einmal gefangen genommen. Dass Geralt scheinbar ein gesuchter Mörder des Prinzen ist, scheint ihm dabei nicht zu helfen. Die Zeichnungen erinnern noch stärker an die Witcher 3 Spiele, doch auch der Witz der beiden Figuren wurde gutgeschrieben. Der Comic selbst ist mit Intrigen, Wendungen und Zwist geschmückt und man merkt den Einfluss von CD Projekt Red, denn am Ende gibt es –  wie immer – eine altbekannte und plötzliche Wendung. Das ist auch kein Wunder: so hat Aleksandra Motyka, Autorin von Witcher 3 Wild Hunt den Comic Von Fleisch und Flammen geschrieben. Auch der Zeichner ist nun ein neuer, nämlich Marianna Strychowska und damit ist es tatsächlich ein 100%iger CD Projekt Red Comic. Der Comic ist eine witzige, gelungene Geschichte und spannt uns auf die Folter, wie Geralt und Rittersporn aus der misslichen Lage wieder herauskommen. Leider war ich manchmal etwas durch die Zeichnungen verwirrt, da einige Details gefehlt haben oder man genauer jede einzelne Seite und Bubble lesen musste.

Header Fazit

Im Ganzen kann ich die Comics sehr für Fans der Witcher Bücher und Spiele empfehlen. Ich würde die Witcher Comics in folgender Reihe bewerten: Von Fleisch und Flammen, da mir Rittersporn und Geralt immer sehr gefallen, im Glashaus, da die Geschichte deutlich besser ist, auch wenn der Zeichenstil gewöhnungsbedürftig ist. Dann Fuchskinder, weil es trotz der bekannten Geschichte besser als Fluch der Krähen ist und Ciri das nicht Wett machen kann. Wer die Bücher aber lesen möchte, oder alle besitzen möchte, muss einiges an Geld bezahlen. Dafür erhält man aber hochwertige Comic Bücher, die schick im Regal aussehen.

Für die, die es interessiert, hier die chronologische Zeitlinie der Witcher Comic Serie:

Witcher Band 1 Glashaus spielt genau nach Witcher 3.

Witcher Band 2 Fuchskinder kann eigentlich nur in einer parallelen Adaption spielen, außer die Witcher 3 Spiele wären in einem anderen Paralleluniversum. Da ich ein Fan von Spiel = Canon bin, spielt diese Reihe für mich während Zeit des Sturms und ist nur eine Abwandlung. Also spiel der Comic hier direkt nach Schwert der Vorsehung und innerhalb von der letzte Wunsch.

Witcher Band 3 Fluch der Krähen spielt scheinbar noch nach dem Witcher 3 DLC. Denn hier wurde eines der Witcher 3 Enden genommen und eine Geschichte daraus weitergesponnen. Welche das ist, verrate ich nicht, man kann es sich aber denken.

Witcher Band 4 Von Fleisch und Flammen spielt auch nach Witcher 3, da wir hier Geralt aus dem Spiel haben. Aber genau kann man das nicht einordnen.

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