Rittersporn/Jaskier in The Witcher 3: Wild Hunt

Die Bildrechte gehören CD Projekt & dem Hexer Fandom

Jaskier oder in Deutschland als Rittersporn bekannt (Engl. Dandelion) heißt mit wahren Namen Julian Alfred Pankratz, ist Viscount von Lettenhove, Dichter, Minnesänger, Barde und enger Freund von Geralt von Rivia. Jaskier (Rittersporn) ist das was man einen charmanten Casanova nennen würde. Über seine Familie ist nicht viel bekannt, doch seine Geschichten sind in der ganzen Wichter Welt berühmt. Durch seinen Adelstitel erhielt er ein Studium an der Oxenfurt Universität und wurde dort auch Professor. Dort studierte er Poesie und Musik vier jahrelang und erntete den Ruf als Faulpelz und Trinker. Bestanden hat er die Professur aber mit außergewöhnlich gutem Ergebnis.

‚Wenn du, Rittersporn‘ – Bernie Hofmeister blickte ihn scheel an – ‚was sagst, weiß man nie, ob man weinen, lachen oder eins in die Fresse hauen soll.‘

Andzrej Sapkowski, Zeit der Verachtung, S.123

Namensbedeutung von Rittersporn/Jaskier

Sein polnischer Name ist Jaskier, auf englisch wird er Dandelion genannt und im deutschen heißt er Rittersporn. Im Grunde sind seine Namen eine eins zu eins Übersetzung von Jaskier, was nichts anderes bedeutet als Hahnenfuß und eine Pflanzenart darstellt. Die Pflanzen werden mit Freude und Glück assoziiert, was in Bezug auf Rittersporn auch passen würde, da er als Barde genau diese zwei Emotionen verbreiten möchte. Obwohl Dandelion eigentlich der Löwenzahn ist und nicht der Hahnenfuß, steht die Pflanze für genau dieselbe Symbolik. Doch schaut man auf die Traumdeutung des Löwenzahns, steht diese auch noch für Glück in der Liebe. Die hat Rittersporn nicht immer, da er ein Frauenheld ist. Doch dazu später mehr.

Jaskiers Persönlichkeit

Rittersporn ist ein Barde mit der Charakteristik der Witcher Welt. Er verhält sich poetisch und hochmütig. Hat seine Prinzipien für seine Kunst und lebt für die Poesie. Doch in ihm steckt ein Frauenheld, der sich jede Kunst des Verführens aneignet, um an seine Liebschaften heranzukommen. Die Krönung ist aber sein Verhalten unter Männern oder seinem Freund Geralt. Hier ist Rittersporn nicht auf dem Mund gefallen. Er nimmt Schimpfwörter in den Mund, beleidigt, ist frech und spricht von versauten Dingen. In diesem Moment spricht aus ihm die Witcher Welt. Eine raue gewaltvolle Welt, in der es selten nur schwarz oder weiß gibt. Es ist ein Gegensatz zu seiner poetischen Persönlichkeit. Er zeigt eine widerwärtigere witzige Persönlichkeit und die flexiblen tiefreichenden Charaktere von Witcher. Wenn Jaskier am Lagerfeuer nachdenklich wird, verfällt er in die Poesi und holt den Barden aus sich heraus. Dann dichtet und singt er sein nächstes Stück und schafft es immer in die Herzen seiner Zuhörer. Das ist es was Jaskier ausmacht und als Dichter und Barde als einer der besten durchdachten Charaktere in Geralts Freundeskreis. Außerdem führt er eine freundschaftliche Beziehung mit Essi Daven, einer anderen Bardin, Rivalin und fast schon kleine Schwester für Rittersporn. Seit der Kindheit kennt er Essi Daven und nennt sie freundschaftlich Püppchen.

‚Ich wusste nichts von Geralts Plänen‘, log Rittersporn voller Überzeugung. ‚Dass er nach Temerien und Sodden begeben hatte, […], habe ich dir ja gesagt. Ebenso, dass er zurückgekehrt ist. […], der Hexer fand nicht die kleinste Spur, was ich, wenn du dich erinnerst, dir ebenfalls gesagt habe..“

Andzrej Sapkowski, Das Erbe der Elfen, S.242

Sein berühmtes Werk das „Löwenjunge aus Cinta“ erzählt die Geschichte von Ciri und ihrer Zeit. Lange blieb er nicht an der Universität, durch seine Reisen wurde er zum bekanntesten Minnesänger und schrieb dabei seine eigenen Memoiren „Ein halbes Jahrhundert Poesie“.

Rittersporn und Geralt

Am Ende der Welt im Blumental lernt Rittersporn, als er einer Frau nachstellte, Geralt kennen. Die vier Brüder dieser Frau waren auf der Suche nach ihm. Er machte sich aus dem Staub und begleitete Geralt. Rittersporn ist kein geselliger Zeitgenosse, doch liebt er es mit Worten zu spielen und andere durch Witz und Sarkasmus zu beleidigen, allen voran Geralt. Wenn er auf Reisen ist, neigt er dazu sich in Schwierigkeiten zu bringen, da er seinen Mund nicht halten kann. Schließlich sind seine stärksten Fähigkeiten das Singen, Dichten und Laute spielen. Später kam Rittersporn auch mit Anna Henriette, die Herrscherin von Toussaint, zusammen.  

In einen Abgrund zu blicken halte ich für kompletten Schwachsinn. Es gibt auf der Welt eine Menge Dinge, die es eher verdienen, dass man in sie blickt.

Andrzej Sapkowski, Zeit des Sturms, S.1 (aus Rittersporns Buch: Ein halbes Jahrhundert Poesie)

Rittersporns Werke

Rittersporn hat eine Handvoll Werke geschrieben, die nicht alle einen Namen haben, aber über jede ist etwas nachzulesen: (aber über jedes findet man zumindest eine kleine Anekdote im Universum von Witcher). Seine Werke entsprechen oft der Wahrheit, da er seine Geschichten selbst erleben möchte. Aber man sollte nicht jedem Detail glauben. Laut seiner Aussage ist eine Geschichte nicht überspitzt, erfunden oder eine Lüge, wenn man sie nur mit interessanteren poetischen Ideen schmückt.

  • in The Witcher 1:
    • Balladen: Sie werden in einem Foliant gesammelt.
    • Tränen eines Vogels für Rosalind Pankiera: Rosalind war eine Geliebte Rittersporns, die in einer Quest seine Laute behalten hat, weil er sie verschmäht hat. Daraus entstand die Ballade an sie.
  • im Computerspiel The Witcher 2:
    • Henselt oder eine Kokotte: Das ist ein politisches Pamphlet Rittersporns, bei dem er König Henselt unter anderem mit einem Schwein vergleicht.
    • Rittersporns poetisches Notizbuch: Ein Notizbuch, in dem drei kurze Gedichte zu finden sind
  • im Roman „Das Erbe der Elfen“:
    • Missgeschicke der Liebe: Es ist ein Gedichtband von Rittersporn, den Ciri neben ihrer Ausbildung bei Yennefer gelesen hat, als Abwechslung zu den umfangreichen lehrhaften Lektüren.
    • Zeit des Mondes: Ebenfalls ein Gedichtband, den Ciri in ihrer Ausbildung gelesen hat.
  • in den Romanen „Die Zeit der Verachtung“, „Feuertaufe“ und „Der Schwalbenturm“:
    • Ein halbes Jahrhundert der Poesie: eine Sammlung von seinen Werken, die gleichzeitig seine Memoiren darstellen. Ursprünglich sollten sie „Fünfzig Jahre der Poesie“ heißen, aber er hat sich doch anders entschieden.
  • in „Die Grenze des Möglichen (Kurzgeschichte)“:
    • Sterne überm Weg: Eine der berühmtesten Liebesballaden von ihm im Witcher Universum. Er singt diese am Lagerfeuer auf dem Weg ins Drachental.
  • in „Ein kleines Opfer (Kurzgeschichte)“:
    • Cynthia und Vertvern: Es sind die Hauptfiguren eines Duetts, dass er mit Essi Daven, eine andere Barding, singt. Sie singen es vor Geralt, der von der Darbietung beider gerührt ist.
    • Der Hexer und die Dichterin: Eine Ballade ohne richtigen Titel, die von einem Hexer und einer Dichterin handelt. Diese sind Geralt und Essi. Sie war ihm völlig verfallen, er mochte sie auch, konnte seine Liebe aber nicht erwidern. Sie verbrachten eine Nacht miteinander und trennten sich. Für Rittersporn war sie wie eine Schwester, weshalb er diese Ballade zwar geschrieben hat, aber den Figuren aus Respekt nie Namen gegeben hat.
  • in „Das Ewige Feuer (Kurzgeschichte)“:
    • Winter: Rittersporn schreibt die Ballade während eines Aufenthalts in Nowigrad. Vermutlich bezieht sie sich auf die Königin des Winters, die eine Elfenkönigin aus den Elfenlegenden ist.
  • in „Die Zeit der Verachtung“:
    • Die Unfassliche: Er trägt diese Ballade in einem Bardentunier vor und hofft, dass er gewinnt. Ciri lauscht dieser am Abend im Roman.
    • Die Blume von Elaine Ettariel: Er singt die Ballade, als er auf der Suche nach Geralt in den Brokilon Wald reitet. Er singt diese Ballade dort aber nicht, weil er singen möchte, sondern um die dort lebenden Dryaden zu überzeugen, dass er freundlich gesinnt ist. Er singt es in der alten Sprache.
  • in „Zeit des Sturms“:
    • Die Tage vergehn: Als sich Rittersporn und Geralt zu einer Pause niederlassen an einer Ruine. Inspiriert durch dieses alte und vergessene Bauwerk, schreibt er diese. Als er sie Geralt vorsingt, schlägt dieser vor wieder aufzubrechen.