Geralt von Riva in the Witcher 3: Wild Hunt

Alles über den Hexer Geralt von Riva

Die Bildrechte gehören CD Projekt & dem Hexer Fandom

Kleiner, größer, dazwischen, es ist alles ein, die Proportionen sind relaiv und die Grenzen verwischt. Ich bin kein heiligmäßiger Einsiedler, ich hab im Lebe nicht nur Gutes getan. Aber wenn ich zwischen dem einen und dem anderen Übel wählen soll, dann wähle ich lieber gar nicht.

Andrzej Spakowski – Der letzte Wunsch, S.90, dtv .

Geralt ist ein Hexer, Vater von Ciri und der Geliebte von Yennefer. Man nennt ihn Gwynbleidd – den weißen Wolf (Gywn = Weiß, Bleidd = Wolf), den Metzger von Blaviken oder auch Ravix von Vierhorn. Seine Persönlichkeit wandelt sich je nach Situation. Zu seinem Freund Rittersporn ist er ein jammernder, zynischer und ernsthafter Mann. Gegenüber seinen Feinden bedrohlich und den Adel behandelt er stets mit Rat und Respekt. Hinter seiner kaltherzigen Art versteckt sich aber ein treuer Freund mit viel Humor.

Geralts Persönlichkeit

Geralt von Riva ist ein facettenreicher Charakter. Er ist durch die Hexer Mutation emotional kaputt. Sein Umfeld und sein Leiden lässt ihn immer wieder spüren, dass er anders ist, ein ausgestoßener und nur zum Töten von Monster erschaffen wurde. Die Meinung anderer ist ihm oft wichtig, denn er behindert sich damit immer wieder selbst. Das Hexer wie Geralt emotionslos sind, bekommt Geralt oft gesagt, weshalb er auch glaubt, keine wirklichen Emotionen zu haben. In Wirklichkeit sorgt er sich um seine Freunde und die Menschen. Manche Aufträge macht er umsonst, manche Monster tötet er aus eigenen Prinzipien nicht und oft fragt er um das Wohlergehen und berät seine Kunden, bevor er nach dem Geld fragt. Geralt ist ein Abenteurer, der sich in seinem leichten Leben wohlfühlt. Er lebt nach seinen eigenen Prinzipien.

Innerlich fühlt er sich ausgestoßen, doch in Wirklichkeit ist er ein guter Freund. Das spürt man bei seinen verschiedenen Freunden. Für Rittersporn ist er ein echter Kumpel, auf den er nicht böse sein kann und sich mit ihm freundschaftlich unterhält. Bei Yennefer versucht er, seine bedingungslose Liebe zu zeigen und glaubt, genauso anders zu sein, wie sie, weshalb er sich wohl bei ihr fühlt. Bei ihr erkennt man seine Hingabe zu anderen Menschen. Doch sieht man auch hier seine Gefühlswandlungen. Er kann ihr nicht die Liebe aussprechen, die er fühlt, ist anhänglich und naiv, weshalb die Beziehung immer wieder zerbricht.

Niemand regte sich. Niemand schrie.
In die Stube trat der Weißhaarige.
Das Schwert, das er in der Hand hielt, steckte er geschickt in die Scheide auf seinem Rücken. Er trat an den Schanktisch ohne den am Boden liegenden Leichnam eines Blickes zu würden. Der Wirt kroch in sich zusammen. ‚Die schlechten Menschen…‘, sagte der Weißhaarige heiser. ‚Die schlechten Menschen sind tot.‘

Andrzej Sapkowski, Zeit der Verachtung, S.56

Seine Persönlichkeit ist geprägt durch das raue Umfeld und wie er von diesem behandelt wird. Er hat Emotionen und spürt diese, obwohl er es nicht glaubt. Im Buch gibt es eine Stelle, an der er neugierig ist, ob eine Frau mit einem „Wesen wie ihm“ aus Neugier ins Bett gehen würde und testet aus, warum jemand mit ihm eine Beziehung anfangen würde. Er stößt ihr schnell vor dem Kopf, als er realisiert, dass die Dame aus Zuneigung an ihm interessiert ist und blamiert sich. Man liest dabei deutlich sein Unverständnis seiner eigenen Persönlichkeit heraus. Diese bedingungslose Liebe zu Yennefer macht Geralt dabei selbst mit, als sich das Mädchen bedingungslos anhänglich in ihn verliebt. Geralt lernt in seinen Geschichten stetig den Konflikt und lebt von den Moralen seiner Abenteuern. Oftmals muss er seine Emotionen hinterfragen und gezwungenermaßen Anpassen. Jeden anderen Kontakt, sei es ein freundlicher Vampir, Doppler oder Anderling, ist Geralt stets respektvoll gegenüber und entspricht nicht dem Klischee des grausamen Hexers aus der früheren Zeit.

Geralts Kindheit

Geralt wurde als Kind der Vorsehung zur Wolfsschule gebracht. Seine Eltern könnten Visenna, eine Druidin, Heilerin und Zauberin und der Krieger Korin sein. Sie lernten sich kennen als Korin und Visenna einen Koshchey bezwingten, den ein Druide im Exil beschwörte.
Jeder Hexer kann nur durch die Vorsehung zu einem Hexer gemacht werden. Die Kräuterprobe (Trial of Grasses) oder Prüfung der Gräser ist der schmerzhafte Prozess, bei dem der junge Geralt die Mutation zum Hexer durchmachen musste. Durch die Einnahme von Alchemie erhalten die Kinder Veränderungen in der physiologischen Struktur. Aus Erzählungen heißt es, dass nur drei von zehn Kindern die Prüfung überleben. Die, die es nicht schaffen sterben qualvoll. Geralt überlebte diese Prüfung mit Leichtigkeit. So gut, dass man ihn weiteren Experimenten unterzog.

Durch das Bestehen dieser Prüfung geht nicht nur einher, dass Geralt nun zum Hexer ausgebildet wird, sondern er bekommt die Fähigkeiten eines Hexers. Seine neuen Fähigkeiten beinhalten sehr schnelle Reflexe, Katzenaugen, wodurch er im Dunkeln sehen kann, körperliche Überlegenheit und eventuell ewiges Leben. Da ein Hexer bis jetzt immer nur im Kampf gestorben ist, lässt sich das letztere nicht beweisen. Die weißen Haare sind ein Nebeneffekt. Eventuell ist Geralt aber einigen Hexer überlegen.

‚Das ist Plötze? Plötze war mittelbraun und die hier ist kastanienbraun.‘

‚Meine Pferde heißen alle Plötze. Das weißt du genau, also lenk nicht ab.‘

Andrzej Sapkowksi, Schwert der Vorsehung, Kapitel VIII: Etwas mehr

In seinen jungen Trainingsjahren musste Geralt viele Prüfungen ablegen. Darunter die Prüfung der Waldaugen. Dabei werden die angehenden Hexer blind in den Wald geschickt und müssen bis zum Morgen hinausfinden. Als seine Ausbildung zum Hexer abgeschlossen war, wurde er in die weite Welt geschickt, um – wie jeder Hexer – ein Monsterjäger zu werden. Sein Pferd trägt den Namen Plötze – so wie jedes Pferd, was er bekommt). Der Name kommt von dem Süßwasserfisch und Geralt zieht es vor Stuten zu reiten.

Henry Cavill als Geralt von Riva

Geralt von Riva

Geralt von Riva ist trotz seines Titels nicht aus Riva. Hexer haben nur ein Zuhause. Für Geralt ist das Kaer Morhen. Der Ort der Wolfsschule, irgendwo verborgen im Königreich Kaedwen. Der Mentor der Schule Vesemir rät seinen Schülern einen eigenen Namen zu erfinden. Für Geralt war die Wahl zuerst „Geralt Roger Eric du Haute-Bellegarde“. Vesemir lehnte den Vorschlag als zu albern und vorhersehbar ab. Also nahm Geralt nur seinen Vornamen an. „Von Riva“ war nur eine Alternative dazu. Geralt soll sogar einen Rivanischen Akzent angenommen haben, um authentischer zu wirken. Im Buch wird Geralt zufälligerweise von der Königin von Lyria, Meve, zum Ritter geschlagen und den Titel „von Riva“ offiziell gegeben. Den Titel verliert er dann auch schnell wieder, als er sich von der Armee der Königin trennt. Doch Geralt hat auch weitere Titel erhalten, die er nicht selbst ausgesucht hat. Als Metzger von Blaviken wird er durch eine heldenhafte Tat genannt, die von den Dorfbewohnern nicht verstanden wurde. [Diese Geschichte wird im Buch der letzte Wunsch erzählt].

Die Kinder der Vorsehung

Geralt ist, als Kind der Vorsehung, für große Legenden bestimmt. Dieses Vermächtnis ist die Geschichte zwischen Geralt und Ciri. Ciri ist genauso ein Kind der Vorsehung und dank Rittersporns (Dandelion’s) Balladen ist Geralt im ganzen Land bekannt. Auch die Liebesbeziehung zwischen ihm und Yennefer sind durch Balladen bekannt. Oftmals sind diese Geschichten überspitzt. Was mit Geralt und Ciri wirklich passiert ist, gibt es im letzten Buch der Geralt Saga „die Dame vom See“ zu lesen. Im Buch stirbt Geralt in Riva durch ein Progrom. Rassismus gegen die „Anderlinge“ führte zu einem Chaos, bei dem Geralt durch eine Mistgabel getötet wird. Auch Yennefer stirbt dort beim Versuch Geralt zu retten. Ciri findet sie und bringt die beiden fort. Doch das Ende der Geralt Saga kann auch anders weiter gehen. Hier geht die Geschichte in Witcher 3 weiter.

‚Richtig, das hätte ich beinahe vergessen. Rat brauchst du keinen, Verbündete brauchst du nicht, ohne Reisegefährten kommst du auch aus. Das Ziel deiner Expedition ist ja ein persönliches und privates Ziel, mehr noch, das Wesen dieses Ziels erfordert, dass du es allein, persönlich verwirklichst. Risiko, Bedrohung, Mühe, der Kampf mit dem Zweifel müssen auf dir lasten und ausschließlich auf dir.“

Andrzej Sapkowski, Feuertaufe, S.285

FAQ zu Geralt

Wieso hasst Geralt Portale?

Geralt weiß wie ein Portal funktioniert. Man geht hindurch und kommt irgendwo wieder heraus. Die Technik dahinter ist komplexer. Ein Fehler und man ist an einem gefährlichen Ort, an den man nicht sein möchte oder in einer Zwischendimension gefangen. Auch kann sich das Portal aufgrund geringer Magie schließen. Wer seine Körperteile nicht rechtzeitig rauszieht, verliert diese. Dieses Risiko möchte Geralt nicht gerne eingehen.

Wieso hat Geralt weiße Haare?

Durch die Mutation verliert ein Hexer alle Pigmentierungen. Deshalb wird Geralt oft blasser beschrieben, aber verliert auch jegliche Farbe in seinem Haar. Ciri hingegen hat weiße Haare, nicht weil sie eine Hexerin ist, sondern weil das Geschlecht der Cintra weiße Haare haben.

Wieso hat Geralt Katzenaugen?

Die dritte Stufe der Mutation ist das Mutieren der Augen. Damit kann ein Hexer in kompletter Dunkelheit sehen und sich auf jede Situation einstellen. Doch diese Mutation kommt mit einem Preis: er wird unfruchtbar.

Wie alt ist Geralt?

Wir können hier nur Annahmen treffen. Geralt dürfte durch die Hexer Mutation sehr alt werden. Noch kein Hexer starb durch Altersschwäche, doch mit ein wenig Vergleichen kann man sein Alter im Buch auf 60-70 Jahre schätzen. Yennefer dürfte 100-110 sein, da sie als Zauberin ewig lebt. Rittersporn ist jünger als Geralt, ca. 40 und damit ist Geralt zwischen Yennefer und Rittersporn. In der letzten Wunsch und der Geralt Saga vergehen nochmal 13 Jahre und im Spiel Witcher 3: The Wild Hunt vergehen nochmal 10 Jahre. Bis zum Spiel erreicht er also fast die 100.

Warum heißt Geralts Pferd Plötze / Roach?

Geralt entscheidet sich immer für eine braune Stute. Es sind immer verschiedene Pferde und wahrscheinlich gibt Geralt seinem Pferd aus Gewohnheit diesen Namen. In mehreren Büchern gibt es Anzeichen dafür, das sein Pferd so heißt. Plötze ist ein Karpfenfisch, der in Europa lebt. Im Polnischen könnte man den Namen auch eher „Roachy/Roachie“ also „Plötzchen / Plötzie“!? übersetzen, aber das hätte nun echt nicht gepasst.

Warum tötet Geralt keine Drachen oder bestimmte Monster

Geralt hat einen eigenen Kodex, den er auslegt, wie er möchte. Das hat er in „am Rand der Welt“ aus dem Buch der letzte Wunsch geäußert. Man kann aber davon ausgehen, das Geralt keine vernunftbegabten Monster tötet, solange es keine Gefahr darstellt. So tötet er auch nicht das Monster im „am Rand der Welt“. Genauso tötet er keine Menschen für Aufträge. Im „Schwert der Vorsehung“ wird Geralt von Rittersporn motiviert, keine Drachen zu töten, da sie als schöne und beeindruckende Geschöpfe gelten, also nicht mit üblichen Monstern zu vergleichen.

Warum hat Geralt Emotionen, obwohl er ein Hexer ist?

Das die Mutation alle Emotionen nimmt und kaltblütig werden lässt, ist eine Unwahrheit des Volkes. Hexer lernen Nerven aus Stahl zu entwickeln und in brenzligen Situationen ruhig zu bleiben. Angst sollte kein Hexer verspüren, wenn ihm ein Monster begegnet. Die Mutation kann aber auch an der Psyche rumspielen. In der Katzenschule gab es einige Verrückte Hexer. Gerade Geralt ist voller Emotionen und hilft gerne wo er kann. Genauso tötet er niemals wahllos. Unter anderem deshalb ist er auch eine Legende und als der beste Hexer überhaupt bekannt.