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Der goldene Kompass | Rezension

Der goldene Kompass von Philip Pullmann
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Lyra ist unendlich neugierig und wird von der Abenteuerlust gepackt, die in ihrer Familie vorherrscht. Sie möchte wissen, was ihr Onkel Lord Asriel im Norden Europas forscht und wieso überall Kinder verschwinden. Auf ihrer Suche nach Antworten, begegnet sie der ein oder anderen Gefahr, die sie gemeinsam mit neuen Freunden meistert.

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Den goldenen Kompass hielt ich bisher immer für ein Kinderbuch, weil es in Deutschland auch genauso verkauft wurde. Ich würde es aber nicht als ein solches bezeichnen, weil viele Darstellungen dafür einfach zu brutal sind. Darauf werde ich aber noch eingehen.

Ich habe mich dazu entschieden, die Reihe rund um den goldenen Kompass zu lesen, nachdem ich die erste Staffel der HBO Serie „His Dark Materials“ [VERLINKUNG ZU 5 Gründe] gesehen habe und ich bereue es absolut nicht. Die Serie und das Buch sind sehr gleich, aber gelangweilt habe ich mich trotzdem nicht.

Lyra ist der Hauptcharakter. Sie ist ca 12 Jahre alt und damit kurz vor dem Teenie Alter und wächst an einem College auf. Ihr Vater hat sie dort untergebracht und ist dann auf Entdeckerreise gegangen, ebenso wie ihre Mutter. Das hat sie eigentlich nie gestört, denn sie hat Freunde, lernt sehr viel und lebt ihr Leben. Jedes Mal, wenn ihr Onkel Lord Asriel zu Besuch kommt, versorgt er sie mit den neusten Abenteuergeschichten. Weil sie am liebsten den ganzen Tag um ihn herum wäre, versteckt sie sich bei ihm im Zimmer, um auch die Geheimnisse, die er nur mit den Professoren bespricht, mitzubekommen. Dabei vereitelt sie sogar einen Giftanschlag auf ihn! Aber das solltet ihr lieber selbst nachlesen. Durch die ganzen spannenden Geschichten träumt Lyra von ihren eigenen Abenteuerreisen und würde am liebsten selbst losziehen. Dann kommt der Tag, an dem Marisa Coulter sie mitnimmt und auf das Leben vorbereiten möchte, weil Lyra mittlerweile nicht mehr von den Professoren am College aufgezogen werden kann. Einige Dinge wie die Netiquette für Frauen können Sie ihr nicht beibringen. Damit beginnt für Lyra ihr großes Abenteuer. Sie lebt zunächst bei Marisa Coulter, flüchtet dann aber vor ihr, weil sie doch noch etwas anderes im Sinn hat, was ich nicht verraten möchte). Auf ihrer Flucht lernt sie viele Menschen und Tiere kennen, wie den Panzerbären Iorek Byrnison.

Lyra ist sehr aufgeweckt, abenteuerlustig und sympathisch. Ich mochte sie als Hauptfigur sehr, denn ihre doch etwas kindliche Perspektive gibt dem Buch irgendwie das Gewisse Etwas. Sie schreckt nicht vor der ein oder anderen Brutalität zurück, die sie erfährt und zeigt damit, wie mutig sie ist. Sie ist Trägerin ‚des goldenen Kompasses‘, weshalb sie für Marisa Coulter eigentlich so interessant ist. Denn Lyra kann den goldenen Kompass lesen, ohne ein bestimmtes Buch dafür zu benutzen, wie es eigentlich der Fall sein sollte. Denn er ist nur gemeinsam mit diesem konzipiert. Der Kompass kann Fragen beantworten oder auf den richtigen Weg weisen. Er arbeitet mit Symbolen und Zeichen, die in einem Buch übersetzt sind. Er ist für Lyra ihr der größte Schatz. Zum Glück findet sie auf ihrer Suche nach ihrem Onkel, die sie bei Marisa Coulter weiterführt, viele Verbündete, die ihr helfen. So hilft sie zum Beispiel dem Panzerbären Iorek Byrnison seinen rechtmäßigen Platz in der Herde zurück zu erobern.

Weitere verbündete sind die Hexen, speziell Serafina Pekkala, die Lyra auch versuchen auf den richtigen Weg zu bringen, aber eigentlich viel größere, eigene Interessen vertreten. Trotzdem sind sie froh, dass Lyra ihnen auch hilft. Wie diese Hilfe aussieht, erzähle ich an dieser Stelle nicht, denn das würde extrem Spoilern.

Mein absoluter Lieblingscharakter dieser Reihe ist aber der Aeronaut Lee Scoresby. Vermutlich ist er zu meinem liebsten Charakter geworden, weil er in der Serie von Lee Manuel Miranda gespielt wird und da habe ich mich schon sehr in ihn verliebt. Er hat Humor, nimmt Lyra unter seine Fittiche und würde für diejenigen, die er mag, sein Leben hingeben. Das fand ich immer wieder sehr spannend zu lesen.

Was mir am goldenen Kompass auch sehr gut gefällt sind die Dämonen der Menschen. Ein Dämon ist ein Wesen, das mit der Seele des Menschen verbunden ist. In der Welt von Lyra trägt jeder Mensch einen Dämon. Während Lyra noch ein Kind ist, ist ihr Dämon noch wandelbar und kann sich mal in ein Frettchen, eine Fliege oder einen Vogel verwandeln. Diejenigen der Erwachsenen jedoch nehmen irgendwann eine besondere Form an, die sie behalten. Der Dämon von Lee zum Beispiel ist ein Hase. Außerdem können sie reden und stehen so der jeweiligen Person immer bei. Das Gefährliche dabei ist leider, dass man einen Dämon quälen kann und damit automatisch den Menschen quält oder andersherum. Sie sind also auch direkt die jeweilige Schwachstelle.

Die Dämonen spielen in der Geschichte vom goldenen Kompass noch eine sehr wichtige Rolle, ebenso wie Marisa Coulter und Lord Asriel. Doch hierfür müsst ihr die Geschichte lesen, denn die möchte ich hier natürlich nicht spoilern!

Kennt ihr das Buch?

Header Fazit

Der goldene Kompass ist ein wirklich spannendes Buch, das zwar in Deutschland als Kinderbuch beworben wurde, aber keines ist!

(2) Kommentare

  1. sagt:

    Hallo Andrea,

    ich habe schon Deinen Beitrag zur Serie gelesen und kenne sowohl die Bücher als auch die erste Staffel der HBO-Produktion. „Der goldene Kompass“ habe ich mit etwa elf Jahren gelesen und empfand es als sehr langatmig, aber gleichzeitig so magisch. „Das magische Messer“ war besser und „Das Bernsteinteleskop“ am besten, fand ich. Lee ist neben Serafina auch mein Lieblingscharakter. Im Anschluss an die Trilogie habe ich das Prequel und letztes Jahr das Sequel gelesen, welches nochmal bedeutend brutaler ist. Wirst du „Das magische Messer“ erst als Serie schauen oder lesen?

    Liebe Grüße
    Daniel

    1. Drea sagt:

      Hallo Daniel,

      ich hab das magische Messer bereits beendet, schaue die Serie aber aktuell noch. Ich kam in den letzten Wochen eher dazu das Buch zu hören, als die Serie zu schauen. Deshalb bin ich jetzt schon sehr gespannt, wie sie das magische Messer in der Serie unterbringen und ob sie eventuell wieder etwas vorziehen, was ich mir mit dem Ende von dem Buch aber nicht vorstellen kann 🙂 Das bernsteinfarbene Teleskop ist bei Bookbeat schon heruntergeladen und wartet eigentlich nur noch darauf, dass ich damit loslege.

      Liebe Grüße
      Andrea

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