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Das magische Messer – His Dark Materials Band 2 | Rezension

Das magische Messer Rezension

ACHTUNG! Dies ist Band 2. Wer den goldenen Kompass nicht kennt und ihn noch lesen möchte, sollte hier also stoppen 🙂

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Nachdem Lyra in eine neue Welt gekommen ist, muss sie sich dort zurechtfinden. Parallel gerät Will ebenfalls von seinem Oxford in diese Welt, in der Lyra gerade gelandet ist. Gemeinsam müssen die beiden sich nicht nur gegen die neuen Gegner bewahren, sondern auch gegen das Magisterium, Lyras Mutter und vielen anderen Gefahren.

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Das magische Messer hat mir wieder sehr gut gefallen. Der zweiten Band der his dark materials Reihe ist etwas anders aufgebaut als sein Vorgänger. Auch der Ton, mit dem es jetzt weiter geht, ist nicht mehr ganz so leicht.

Direkt zu Beginn wird ein neuer Charakter eingeführt: Will. Er kommt aus unserer Welt und ist der Sohn von John Parry, von dem man als Leser zuvor schon einmal liest. Er ist ein Abenteurer, der, als Will noch klein war, verschwunden ist. Will lebt seitdem mit seiner verwirrten Mutter alleine und muss wegen eines großen Problems flüchten. Er springt durch eine Art Fenster und findet sich plötzlich bei Lyra in einer anderen Welt wieder.

Zunächst trauen sich Lyra und Will nicht über den Weg, doch als die Situation in der besagten Stadt immer schwieriger für die beiden wird, lernen sie sich zu vertrauen. Die beiden werden zu einem richtigen Dreamteam, was mir richtig gut gefallen hat. Lyra findet in Will zunächst einen richtig guten Freund, der ihr helfen möchte, ihr Ziel zu erreichen. Gleichzeitig sucht Will in dieser Welt natürlich nach seinem Vater, womit Lyra ihm wiederum hilft.

Spannend fand ich auch die Geschichte rund um das magische Messer. Mir war nach dem goldenen Kompass relativ schnell klar, dass das eine Waffe wird, mit der sich die beiden vermutlich irgendwie bewaffnen können. Doch das Messer kann noch so vieles mehr: Es hilft den beiden zwischen den Welten zu hüpfen. Es schneidet eine Art Zugang zu Wills Welt. Hier versuchen die beiden nämlich wegen des sogenannten „Staubs“ zu forschen, was bereits in Band 1 Thema war. Hier mochte ich den Kulturschock, den Lyra von unserer Welt bekommen hat. Immerhin kennt sie eine ganz andere Welt und kannte viele Dinge nicht.

Neben Will, wird noch ein weiter neuer Charakter eingeführt: Mary Malone. Sie ist Professorin an der Universität in Oxford in Wills Welt und lernt Lyra auf ihrer Suche nach Staub kennen. Sie ist bereits mit diesem Phänomen irgendwie vertraut, doch auch irgendwie nicht. Deshalb hilft sie Lyra, weil ihre Neugierde sich durchsetzt. Ich mochte Mary sehr gerne, weil sie wirklich beeindruckend war. Sie hat sich an die neuen Umstände schnell angepasst. Sie versteht die Sachverhalte super schnell und nimmt die Welt von Lyra mit ihrer wissenschaftlichen Neugierde an. Ich bin gespannt, wohin das noch im letzten Band führen wird! Wer weiß, vielleicht ist sie ja die Trägerin des Bernstein Teleskop?

Insgesamt geht die Storyline rasant voran. Lyra und Will bekommen ihre Fragen teilweise beantwortet, doch das Magisterium wird immer stärker und stellt sich so den beiden in den Weg. Ihre Begleiter, die man bereits aus dem goldenen Kompass kennt, sind zwar nicht direkt an ihrer Seite, sondern beschützen die beiden außerhalb ihrer Reise. Sie legen sich mit dem Magisterium an und versuchen diesem Einhalt zu gebieten, zumal es nicht nur Lyra und Will schadet, sondern allen Menschen in den verschiedensten Welten.

Die Geschichte geht im magischen Messer erneut rasant voran. Ich würde nicht behaupten, dass dieses Buch ein typischer zweiter Band ist. Mich hat das Buch genauso abgeholt, wie das Buch zuvor, auch, wenn es plötzlich viele neue Charaktere gibt, die mit Lyra gemeinsam interagieren und das Abenteuer bestreiten.

Lyra wächst erneut über sich hinaus, aber auch Will macht vom ersten bis zum letzten Satz einen riesigen Wandel durch, den ich richtig toll fand! Es ist und bleibt kein Jugendbuch. Es sterben Begleiter, es ist teilweise wirklich brutal und steht dem goldenen Kompass in nichts nahe. Nach diesem unglaublich traurigen und schockierenden Ende von Das magische Messer, bin ich jetzt gespannt, wie die ganze Reihe endet.

Header Fazit

Das magische Messer ist ein toller zweiter Band, der vermutlich wichtigerweise, einige neue Charaktere einführt, die bereits an Lyras Seite viel Zeit haben, sich zu entwickeln.


Philip Pullmann | The Subtle Knife

30.10.2015 | 380 Seiten


Die His dark materials Reihe

(1) Der goldene Kompass

(2) Das magische Messer

(3) Das Bernstein-Teleskop

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