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I Still Believe | Filmkritik

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Rezensionsexemplar

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Jeremy Camp ist gerade mit der High School fertig und zieht von zu Hause weg, um am College zu studieren. Dort lernt er Melissa und Jean Luc kennen, die ihn beide ermutigen, sein musikalisches Talent zu nutzen und daraus eine Karriere als Musiker zu starten. Als Melissa und Jeremy ein Paar werden, scheint ihr Leben perfekt, bis bei Melissa Krebs diagnostiziert wird.

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Ich habe erst im Laufe von I Still Believe gemerkt, dass der Film eigentlich eine Biographie des christlichen Popmusikers Jeremy Camp ist. Ich kannte nur den Trailer und auch dort wurde nichts davon gesagt. Jeremy Camp ist seit 2000 aktiver Sänger, Gitarrist und Komponist aus Lafayette und begeistert Millionen Fans. I Still Believe fokussiert sich vor allem auf seine College Zeit und die Anfänge seiner Musikkarriere. Ebenso steht die Beziehung zu seiner Frau Melissa im Mittelpunkt.

Der Zuschauer begleitet Jeremy zunächst beim Auszug und bei seiner Verabschiedung von seiner Familie. Er wird als liebevoller großer Bruder dargestellt, der vor allem einen sehr engen Draht zu seinem Bruder mit einer geistigen Behinderung hat. Mir hat es sehr gut gefallen, doch schon hier werden die christlichen Vibes sehr stark dargestellt. Am College ist er zunächst etwas schüchtern, möchte seine Musik nicht spielen und weiß auch gar nicht so recht, wie er Melissa ansprechen soll. Die ersten Momente sind etwas schwierig, doch schnell öffnet er sich ihr gegenüber und sie werden sogar ein Paar. K.J. Apa hat Jeremy wirklich gut dargestellt. Ich mochte die Beziehung zwischen den Schauspielern sehr, weil man gemerkt hat, dass sie sich in ihren Rollen wohl fühlen. Sie schienen sehr vertraut miteinander, was das Gefühl einer Biographie noch mehr rübergebracht hat.

Insgesamt hat der Film mich aber eher an eine Art Young Adult Romance erinnert. Der Beziehungsaufbau ist sehr langsam und nimmt einen großen Teil der ersten Hälfte ein, danach kommt dann auch schon der Fall der Geschichte und das erinnerte mich sehr an Filme wie „dem Horizont so nah“ oder all den anderen Filmen, in denen einer der Hauptpersonen krank wird. Denn Melissa hat Krebs, doch Jeremy und sie wollen diese schwere Zeit gemeinsam durchstehen. Auch diese sehr berührenden Szenen wurden von beiden Schauspielern richtig gut und authentisch gespielt. Ich konnte Jeremys Schmerz und Verzweiflung förmlich spüren.

Richtig schön fand ich an dem Film auch, dass K.J. Apa die Songs selbst eingespielt und gesungen hat. Er hat eine wirklich schöne Stimme und sie passte auch perfekt zu den Songs. Trotzdem geht es hier immer noch um christliche Popmusik und das lässt uns auch der Film spüren. Ständig werden die Probleme mit dem Glauben der beiden Überwunden und es wird immer und immer wieder auf dieses Thema eingegangen und versucht in den Mittelpunkt zu rücken. Mich hat es irgendwann nur noch genervt, weil ich selbst aber auch nicht an Gott glaube und es mir einfach ein zu großes Thema eingenommen hat.

Header Fazit

Ein wirklich süßer Film, der auf dem jungen Leben des christlichen Popmusikers Jeremy Camp basiert. Wen es nicht stört, andauernd etwas über den christlichen Glauben zu erfahren, sollte sich den Film nicht entgehen lassen.

I Still Believe ist seit dem 10. Dezember 2020 auf DVD und Bluray erhältlich.


I Still Believe Trailer

(2) Kommentare

  1. sagt:

    Hi Andrea,

    ich habe den Film auch gesehen… Wann war das noch? Auf jeden Fall mit Sandra von „Piglet and her Books“… War das noch Ende 2019 oder doch vorm ersten Lockdown 2020?
    Egal.
    Also uns war der biografische Hintergrund genauso wenig bewusst wie dir.
    An sich ist es eine wirklich schöne, zärtliche, wenn auch traurige Geschichte.
    Trotzdem hat es uns emotional nicht gepackt. Kein Tränchen, manchmal eher ein fragender Blick. Genauso kenne ich einen ähnlichen Film mit einem kranken Mädchen mit christlichen Hintergrund. Das sehe ich auch so wie du.
    Allerdings empfand ich den musikalischen Aspekt ganz, ganz wundervoll.

    Liebe Grüße
    Tina

    1. Drea sagt:

      Hallo Tina,
      ich glaube er kam kurz vor dem Lockdown raus 🙂
      Der musikalische Aspekt war wirklich schön, nicht zuletzt weil KJ Apa auch ein großes Talent hat, die Musik so rüber zu bringen 🙂

      Liebe Grüße
      Andrea

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