Rezensionen

Sunshine Girl – das Erwachen

Sunshine Girl Paige McKenzie

Buchrezension Sunshine Girl: Das Erwachen von Page McKenzie
[Band 2]

Hey 🙂

Sunshine Girl: Das Erwachsen ist der zweite Teil der Reihe, der mir netterweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Daher kann es zu Spoilern zum ersten Teil kommen.

„Wie die meisten Menschen – und wie ich, vor den vergangenenen vier Monaten – glaubt Mom an Wissenschaft und Vernunft, nicht an Magie und Mysteriöses. Ich konnte sie noch nicht mal davon überzeugen, dass es in unserem Haus gespukt hat […]“

Paige McKenzie, Sunshine Girl: Das Erwachen, S.26, Bloomoon

Sunshine hat herausgefunden, dass sie eine Luiseach ist und ihre Aufgabe darin besteht, die Seelen der Toten beim Weiterreisen ins Jenseits zu helfen. Aiden – ihr Vater und Mentor – übernimmt ihre Ausbildung. Eigentlich kennt Sunshine Aiden so gut wie nicht, da sie bei Pflegeeltern aufgewachsen ist. Sunshine weiß aber, dass sie sich ausbilden lassen muss, damit sie überleben kann. Also folgt sie Aiden nach Mexiko und beginnt dort ihre Ausbildung. Schnell findet sie sich in einem Gefühlschaos der Extraklasse wieder. Wieso gibt es kaum noch Luiseach? Woher kommt sie und wieso wollte Aiden sie nicht? Das sind einige der Fragen, die sich Sunshine zu stellen beginnt.

Ehrlich gesagt fand ich das Buch im Gegensatz zum ersten Teil wirklich schwach. Mir fehlte der Horror und irgendwie kam ich auch plötzlich mit dem Erzählstil nicht mehr so klar. Ich konnte mich in Sunshine des Öfteren zwar reinversetzten, dafür blieben mir aber die anderen Figuren zu oberflächlich.

Zum Beispiel Aiden: Ein riesiger Arsch, der sich abkapselt und plötzlich auf heile Welt mit Sunshine macht? Sie plötzlich beschützen will und dann ausrastet, wenn es um Jungs geht. Irgendwie hat Aiden zwischendurch sehr widersprüchlich gehandelt und sich auch so gegeben. Dafür war Lucio – ein neuer Charakter – etwas konsequenter in seinen Handlungen, aber selbst er handelt ab und zu Out of Character.

„Es ist gleichzeitig furchteinflößend und traurig, ihre schrecklich verbrannt Haut zu sehen. Ich will, dass Aiden sie bemerkt und ihr hilft, aber das tut er nicht.“

Paige McKenzie, Sunshine Girl: Das Erwachen, S.79, Bloomoon

Ich finde auch, dass sich Sunshine vor allem am Anfang des Buch schnell mit einer einfachen Antwort hat abspeisen lassen. Später tut sie das zwar nicht mehr und harkt nach, aber die anfänglich gestellte Fragen, hinterfragt sie da nicht noch einmal.

Auch ein Spannungsaufbau fehlte mir in diesem Buch. Es wird zwar versucht eine gewisse Spannung aufzubauen, indem der Leser immer wieder von einer fremden Person einen Blickwinkel auf Nolan – Sunshines Beschützer – bekommt, aber schnell wird einem klar, wer diese Person ist und worauf sie es abgesehen hat.

Interessant und gut fand ich an dem Buch, dass man mehr über die Idee der Luiseach heraus findet und wieso es sie gibt. Die Idee find ich schön, aber leider hat das nicht gereicht, um das Buch nochmal umzureißen.

Der Erzählstil bleibt dennoch gut und rasant. Die Geschichte wird bis zum finale Kapitel schnell erzählt. Es ist nichts zu viel und nichts überflüssig. Leider ist das Ende ziemlich gemein und macht richtig Lust auf den nächsten Teil!

Insgesamt ist das Buch nicht so spannend und interessant wie das erste Buch, bleibt jedoch Einzigartig in ihrer Geschichte. Der Erzählstil ist trotz allem gut und schnell erzählt. Die Geschichte zieht sich nicht und ist schnell zu Ende gelesen. Ein solides Buch für einen zweiten Teil!

Paige McKenzie | The Awakening of Sunshine Girl

15.02.2017 | 336 Seiten

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