Rezensionen

Neubeginn in Virgin River

Neubeginn in Virgin River von Robyn Carr

Buchrezension zu „Neubeginn in Virgin River“ von Robyn Carr

Vielen Dank an Harper Collins für das Rezensionsexemplar

Im Internet hatte sie sich Bilder aus diesem Teil der Welt angesehen und war schnell davon überzeugt gewesen, dass es kein schöeres Fleckchen auf Erden geben könne. Und klar – alles, was sie nun zu sehen bekam, waren Regen, Matsch und Dunkelheit.

Neubeginn in Virgin River, Robyn Carr, S.11, mtb.
header inhalt

Mel Monrose will nach einem Schicksalsschlag neu anfangen und sucht sich eine Stelle als Krankenschwester in einem Dorf mitten im Nirgendwo. Als sie dort ankommt, ist nichts, wie es ihr versprochen wurde: Dem Dorf fehlen die charmanten Cafés und Einkaufsmöglichkeiten und ihr Haus ist heruntergekommen. Am liebsten würde sie direkt wieder ihre Sachen packen und wegfahren, wäre da nicht Jack, der alles daran setzt, dass sie bleibt.

Ganz unten gibt es auch wieder die Leseprobe zu Neubeginn in Virgin River!

header meinung

An diesem Buch habe ich gemerkt, dass ich kein Mensch für sehr erwachsene Liebesromane bin. Eigentlich klingt die Geschichte von „Neubeginn in Virgin River“ echt gut. Mel kommt in ein Dorf, um sich von ihrer Vergangenheit zu lösen und neu anzufangen, trifft dabei einen Mann und dann kommt es zu Konflikten usw. Soweit wurden meine Erwartungen auch erfüllt.

Der Beginn war wirklich lustig. Mel war mir von vornherein unglaublich sympathisch. Relativ schnell bekommt man als Leser mit, wieso sie sich dazu entschieden hat, ihren Job als Krankenschwester und ihr Leben in LA hinter sich zu lassen. Dementsprechend bleibt das kein ewiges Geheimnis gegenüber dem Leser. So kann man auch die ein oder andere Entscheidung im Verlauf nachvollziehen. Mel ist von vorneherein zwar sehr negativ im Bezug auf das Dorf und ihre Vereinbarung mit Holly, ihrer Vermieterin eingestellt. Das Haus ist heruntergekommen, ihr Auto ist liegen geblieben und all die schönen Verlockungen dieser offenbar idyllischen Stadt lösen sich langsam in Luft auf. Mel beschließt also ihr Experiment in Virgin River direkt am ersten Tag abzubrechen und zu fliehen. Doch je mehr sie von ihrem neuen Vorgesetzen, Jack und der Stadt mitbekommt, merkt sie, dass sie bleiben möchte.

Sie hörte ein Krachen und runzelte die Stirn. Ohne Vorwarnung gab die Seite der Veranda, die bereits abgesunjken war, nun endgültig nach und brach an der schwachen Stelle in sich zusammen. Dadurch ergab sich eine so starke Neigung, dass Mel den Halt unter den Füßen verlor und mit einem lauten Platsch geradewegs in ein tiefes, nasses Schlammloch rutschte.

Neubeginn in Virgin River, Robyn Carr, S.35, mtb.

Jack ist der Barbesitzer der Stadt und von vornherein sehr offen gegenüber Mel als neue Dorfbewohnerin eingestellt. Durch die kleine Stadt kennt er natürlich jeden Bewohner und macht direkt klar, dass er es nicht gut fand, dass Holly das Haus nicht hat herrichten lassen. Denn auch er weiß um das Alter des Dorf-Arztes und somit auch, dass eine neue Krankenschwester gebraucht wird. Er nimmt also das Hausproblem selbst in die Hand und hofft dadurch, Mel in Virgin River behalten zu können. Das gelingt im schließlich auch. Aber nur, weil die beiden sich anfreunden und sich dadurch auch immer näherkommen. Jack hatte eigentlich eine Affäre, die er aber direkt zu Beginn des Buches abgeschossen hat, weil er nur noch an Mel denken konnte.

Die restlichen Dorfbewohner sind alle wirklich unglaublich süß und offen. Viele Charaktere sind klischeehafte Dorfbewohner, wie man sie zum Beispiel von Link? Hart of Dixie kennt, aber ganz ehrlich: das hat mich nicht gestört. Die Frauen waren alle so offen gegenüber Mel und niemand hat so wirklich gegen sie geschossen. Das Dorf kam mir bis zu dem Punkt, an dem ich das Buch abgebrochen habe, verdammt idyllisch vor.

Ohne sie davon wusste, hatte sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht ausgebreitet. Und ihre Augen leuchteten. Heute waren alle nur gekommen, um sie kennenzulernen und willkommen zu heißen, um ihr von sich zu erzählen und sie um ihren Ra zu bitten. Ein Tag voller Menschen, die sie brauchten, auich dann, wenn sie nicht unbedingt krank waren, gab ihr eine innere Zufriedenheit, die fast an Glück grenzte, sofern sie das überhaupt noch verspüren konnte.

Neubeginn in Virgin River, Robyn Carr, S.67, mtb.

Wieso habe ich das Buch aber dann abgebrochen?

Eigentlich haben mir nur die Charaktere gut gefallen, aber in die Geschichte kam ich gar nicht so richtig rein. Ich fand diese ganzen Stränge, die sich nach und nach rausgebildet haben, gut. Das hin und her zwischen den Erzählungen war in Ordnung. Jeder Charakter hat genug Zeit bekommen seine Geschichte zu erzählen, aber irgendwie konnte ich dann doch keine Bindung zu den Charakteren aufbauen, weshalb ich es schließlich abgebrochen habe. Ich finde, sobald ich merke, dass ich in einem Buch nur noch ein paar Absätze lese und den Rest überfliege, ist es einfach nicht das richtige. Sehr schade.

Header Fazit

Im Grunde eine schöne Liebesgeschichte, die sich langsam entwickelt, aber leider kein Buch für meinen Geschmack.

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