Rezensionen

Stephen King – Der dunkle Turm 1: Schwarz

Stephen King der dunkle Turm 1: Schwarz

Der dunkle Turm 1: Schwarz von Stephen King

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Der Revolvermann ist auf der Suche nach dem mysteriösen dunklen Turm. Hierbei durchstreift er eine sterbende Welt mit endlosen Wüsten und Ruinenstädten, in denen Dämonen, Skkubi und Vampire hausen. Er folgt den Spuren des Mannes in Schwarz, denn er ist der Schlüsse zu den Mysterien. Doch kann er ihn finden?

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Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm. So fängt die Geschichte an, bei der ich niemals gedacht hätte, sie jemals lesen zu würden. Ich dachte mir immer: Das ist ein kompliziertes Buch, mit Namenlosen Charakteren und unlogischen Zusammenhängen. Über Monster, das Universum und galaktische Wesen. Den dunklen Turm Film habe ich noch nicht gesehen, dennoch wollte ich mich aber mal endlich über den dunklen Turm an sich schlau machen. Auch weil mein Vater mir nahezu alle seine Stephen King Bücher überlassen hat. Frisch aus dem 20. Jahrhundert.

Das Buch war ein Kampf, ein Kampf wie Roland, der durch die Wüste wandert und versucht den schwarzen Mann einzuholen. Ich kam nur langsam voran, dieses Buch zu lesen, noch schwerer als die Feuertaufe von Witcher. Es war langweilig, interessant, dann langweilig und wieder interessant. Ich verstand nicht genau worauf es hinausgehen sollte. Ich verstand den Sinn nicht hinter Rolands Ziel oder wieso dieser schwarze Mann so wichtig war. Ich glaube das wusste keiner so wirklich. So vieles wird einem Vorenthalten. Man sollte nun festhalten, dass Stephen King das Buch 1970 angefangen hat und er damals ca. 23 Jahre alt war. Es war im Endeffekt vor seinem Durchbruch 1974 und seinen weiteren genialen Büchern. Genauso liest es sich. Ein Autor, der seinen Weg findet. Es ist, wie bei Stephen King üblich, mühsam zu lesen, langatmig und dennoch an manchen Stellen spannend. Nur halt in seinen Anfängen.

Die Geschichte fühlt sich wie im klassischen Western an. Ein Mann, dessen Namen wir später als Roland erfahren, ist ein Revolvermann, der einen Unbekannten in der Wüste jagt. Warum ein Revolvermann etwas Besonderes ist, erfährt man nicht. Oder sind sie überhaupt besonders? Dennoch liest es sich eher wie eine Fantasy/Western Verschnitt. Es fehlte nur noch das Pferd. Das Pferd und sein Kopfgeldjäger. Ich konnte schon „Spiel mir das Lied vom Tod“ hören. Doch statt mystischer Wesen treffen wir auf merkwürdige, kranke oder verwitterte Menschen oder sogenannte Mutanten. Es sind Dialoge, die man nie wieder vergisst. Denn zum Teil musste ich ganz schön grübeln, was der Autor den Figuren dort für Sätze in den Mund legte. Der andere Teil bestand aus widerwärtigen und sexistischen Äußerungen.

Und mehr ist eigentlich zur Geschichte auch nicht zu sagen. Im Verlauf der Geschichte trifft er einen Jungen und erfährt einige Dinge von ihm. Denn dieser Junge taucht plötzlich irgendwo im Nirgendwo der Wüste auf, scheint aber im New York unserer Welt gelebt zu haben. Nun ja, bis er starb. Es war für mich zumindest kein Antrieb weiter zu lesen. Der Junge war für mich nicht so interessant, wie Rolands Vergangenheit. Was für mich zählte war, wann Roland nun endlich ans Ziel ankommt. Auch was der dunkle Turm ist, wird uns in einzelnen Tropfen serviert. In welche Welt tauche ich da denn nun ein? Es ist nun mal nur das, was eine trockene Wüste hergibt. Und das Papier des Buches wurde aus diesem Sand gepresst.

Als weiteres gab es keinen Charakter, den ich unglaublich sympathisch fand oder für den ich etwas empfand, geschweige denn wissen wollte wie es weiter ging. Gab es einen, dann fanden sie unmittelbar ihren Tod. Es las sich wie eine widerliche Welt, voller abscheulicher Menschen, indem jeder in der rauen Welt versucht zu überleben. Der Autor wollte stetig Unbehagen auslösen. Es war aber kein Unwohlsein, zumindest nicht für mich. Man kann es dem Genre Fantasy, Horror, Thriller oder ein Mix daraus einordnen. Die Kämpfe, die Roland austrug, fand ich dann dennoch interessant und gut. Roland war trotz Revolver verletzlich und kein Übermensch. Ein weiterer positiver Punkt sind die einzelnen Ratschläge und Denkanstöße des Lebens.

Und dann kam das Ende. Ein finaler Showdown, ein langes Gespräch und ein Epilog, der meine ganze Erwartung umgekrempelt hat. Endlich sind wir aus dieser Wüste heraus.

Erfahre ich nun endlich, wer der Mann in Schwarz ist?

Was der dunkle Turm verbirgt?

 Die Informationstropfen werden zu einem kleinen Bach. Stephen King rückt endlich mit Antworten heraus. Nicht zu viel, aber gerade so, um es verstehen zu können.

Am Ende stellt sich für mich die Frage: War es das wert, wäre es nicht der große Stephen King gewesen?

Ich glaube ich hätte schon längst abgebrochen. Es waren gerade mal ca. 300 Seiten, durch die man sich quält, um am Ende mit einzelnen Plot Fetzen versorgt zu werden. Die trockenen Seiten des Buches machten mich durstig. Aus diesem Grund nahm ich danach erst einmal ein frisches Buch in die Hand. Ich glaube es gibt viele, die Kings Talent würdigen, doch das kann ich hier nicht behaupten und nun, gerade weil es King ist und diese Informationstropfen so viel Neugier in mir geweckt haben, werde ich auch Buch 2 in die Hand nehmen und weiterlesen. Auch weil ich das Universum dahinter genauer verstehen möchte. Schließlich hat mich Pennywise, der Clown auch ziemlich fasziniert und von dort kommt er nun einmal. Doch dieser Tag ist nicht sehr bald und Band 2 wird im Schrank warten müssen.

Header Fazit

Die Geschichte kann einfach nicht das wichtigste Buch Kings sein (seine Aussage). Ich fand es schwer zu lesen (jaja klassisch King), langweilig und ohne guten Plot. Ich bin mir sicher, dass der dunkle Turm als Buchreihe durch das Universum eher bewundert wird. Ich kann es nicht empfehlen, sich dem Turm zu widmen, wenn man kein großer Fan ist.

Stephen King | The dark Tower 1: The Gunslinger

10. Juni 1982 | 300 Seiten

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