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Das unsichtbare Leben der Addie LaRue

Das unsichtbare Leben der Addie La Rue

Rezensionsexemplar

Natürlich weiß sie, dass sie das nicht kann. Dass er vergessen wird. So ist es immer.

Es ist nicht seine Schuld – es ist niemals seine Schuld.

VE Schwab – Das unsichtbare Leben der Addie LaRue, S.13, Fischer Tor.
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Addie LaRue ist die Frau auf den Bildern der größten europäischen Künstlern, die Frau, an die sich niemand erinnert. 300 Jahre lang trifft sie die verschiedensten Menschen und bleibt ständig allein. Sie hat 1714 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, der sie dazu verdammt hat, anonym durch die Weltgeschichte zu streifen.

Doch eines Tages kann sich ein junger Mann an sie erinnern und für Addie beginnt eine ganz neue Geschichte.

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Ich habe auf dem Blog noch nie über meine Enttäuschungen mit VE Schwab gesprochen, daher ist diese Einleitung wohl nötig, um meiner Rezension zu folgen. Gelesen habe ich von der Autorin bisher 2 Bücher, die jedes Mal abgebrochen habe. Zum Einen habe ich „Die vier Farben der Magie“ und „Monsters of Verity“. Ich bin bei keinem der Bücher mit der Geschichte oder den Charakteren warm geworden. Daher stand das unsichtbare Leben der Addie LaRue gar nicht auf meiner Wunsch- oder Leseliste. Doch als mir eine sehr gute Freundin das Buch empfohlen hat und mir geschworen hat, dass mir das Buch gefallen wird, hab ich ihm eine Chance geben.

Nun die Geschichte hat sehr spannend begonnen. Addie hat mir gut gefallen und schon am Anfang war sie mir sehr sympathisch. Etwas doof, weil sie zu den Göttern gebetet hat, dennoch war mir ihre Verzweiflung und ihre Motive verständlich und nachvollziehbar. Als Leser folgt man Addie durch die verschiedensten Epochen. Zunächst lernt man sie verzweifelt und traurig kennen, doch je länger sie auf der Erde ist, desto besser kommt sie mit ihrer Situation klar. Glücklicher wird sie zunächst in den Jahren nicht, aber sie akzeptiert ihre Situation. Mir hat es gut gefallen, dass ich als Leser sehr viel über sie und auch den Dämon lerne. Dennoch hätte man an einigen Stellen das Buch kürzen können, denn zusammengefasst ist es in jeder Epoche so, dass Addie auf jemanden trifft, eine schöne Zeit mit der Person erlebt und wenig später vergisst er sie wieder. Ab und an versucht sie auch mal in Gesellschaften zu kommen und probiert das über mehrere Tage oder Wochen, um ihre Ansprache zu perfektionieren. Aber grundsätzlich ist es immer dasselbe. Insgesamt bleibt Addie mir aber etwas zu blass. Irgendwie beschränkt sich VE Schwab sehr auf das, WAS Addie erlebt als auf ihre Entwicklung als Charakter. Und das ändert sich auch nicht mit Henry.

Es gibt einen besonderen Rhytmus, wenn man sich allein durch die Welt bewegt.

Man entdeckt, dass man ohne bestimmte Notwendigkeiten und kleine Freuden einfach nicht auskommt. Damit sind nicht Essen oder Unterkunft gemeint – für Addie sind sie bloßer Luxus -, sondern das, was einen bei Verstand hält.

VE Schwab – Das unsichtbare Leben der Addie LaRue, S.39, Fischer Tor.

Mit ihm kommt eine neue Perspektive ins Spiel, die zunächst recht spannend wirkt. Ein junger Mann, der sich an Addie erinnern kann. Doch auch er bleibt sehr blass. Es gibt einen Plottwist rund um ihn, der leider etwas zu sehr ausgeschmückt ist. Für mich war er am Anfang überraschend, doch als es dann in die Tiefe geht, wird irgendwie so unglaublich unrealitisch und forciert. Genauso wie die Liebesgeschichte rund um Henry und Addie. Meiner Meinung nach geht das alles sehr schnell und fügt sich auch nicht so richtig gut zusammen. Für mich wirkte das einfach so, dass Addie hier auch einfach die Gelegenheit am Schopf packt und sich mit jemandem einlässt, der sich an sie erinnert.

Sprachlich war das Buch aber wirklich top. Ich mochte den Schreibstil von VE Schwab sehr gerne. Er war angenehm, spannend zu lesen und konnte mich gut mitnehmen. Er war leicht und locker, was ich bei Büchern immer sehr liebe.

Header Fazit

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue hat mir gut gefallen. Es ist meiner Meinung nach ein kurzlebiges Buch, was zwar Spaß macht zu lesen, aber keinen langfristigen Eindruck hinterlässt.

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