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Monsters of Verity | Rezension

Monsters of Verity von VE Schwab

von VE Schwab

In der Nacht, in der Kate Harker beschloss, die Schulkapelle in Flammen aufgehen zu lassen, war sie weder wütend noch betrunken. Sie war verzweifelt.

Die Kirche anzuzünden war war das letzte Mittel.

Monsters of Verity, VE Schwab, S.11, Loewe.
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In der geteilten Monopole Verity City herrscht ein Kampf ums Überleben: Jede Gewalttat der Menschen bringt Monster hervor, die die Stadt wiederum bedrohen. Die Stadt wurde geteilt und die Kinder der beiden Herrscher – Kate und August – treffen aufeinander. Auch sie sind verfeindet, doch als sie eines Tages in einen Hinterhalt geraten, müssen die beiden gemeinsam fliehen. Wem können sie trauen?

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Findet ihr nicht auch, dass es auf einem Buchblog nicht immer nur richtig tolle Rezensionen geben sollte? Ihr wisst, ich rezensiere die Bücher immer ehrlich und deshalb möchte ich euch diesmal ein Buch vorstellen, das mir absolut nicht gefallen hat, sodass ich es am Ende sogar abgebrochen habe. Eigentlich sollte das Buch ein Buddy Read zwischen Ally von Büchermädchen.de und mir sein. War es auch, aber wir beide haben relativ schnell gemerkt, dass uns Monsters of Verity leider gar nicht gefällt.

Ich habe das Buch begonnen und war direkt überrumpelt. Die erste Hauptfigur Kate wird im Prolog direkt vorgestellt, wie sie aus ihrem was-weiß-ich-wievielten-Internat fliegen will, um bei ihrem Dad zu sein. Tja dann passiert genau das und sie freut sich, bei ihm zu sein. Er will sie aber nicht bei sich haben. Wenig später stellt sich heraus – welche Überraschung – dass ihr Vater einer derjenigen ist, der die Stadt Verity kontrolliert. Er ist boshaft und grausam, genauso wie sich seine Tochter versucht zu geben. Doch das fühlt sich eher wie ein Versuch eines liebes Mädchens an, das böse sein will. Das fand ich eher lächerlich.

„Es reicht.“ Es war wie ein Schlag auf die Brust. „So kann das nicht weitergehen.“

„Ich weiß“, sagte sie. Sie wollte die richtige Kate sein, die Kate, die bei ihm sein wollte, die, die es verdient hatte, bei ihm zu sein. Nicht das Mädchen, das auf der Wiese lag, oder das Mädchen, das vor nichts Angst hatte. Nicht einmal vor ihm.

Monsters of Verity, VE Schwab, S.21, Loewe.

Kurz danach wird dann August eingeführt, der wiederum der Sohn des anderen Mannes ist, der gegen den Vater von Kate kämpft. Er kontrolliert die andere Hälfte der Stadt. Und August soll sich in ihre neue Schule schleichen und sich mit ihr anfreunden. Also eine klassische Undercover Geschichte. Doch es wird immer wieder angedeutet, dass in dieser Stadt und im Umland Monster unterwegs sind, die gefährlich sind. August scheint auch solch eines zu sein, denn Kate erzählt von der Erstehung diverser Monstergruppen und von einer Gruppe, bei der man die Entstehung nicht kennt. Das ist vermutlich August, so wie er seine Situation immer wieder beschreibt.

Mir hat es leider absolut nicht gefallen, dass sich die Geschichte so langsam aufgebaut hat. Es hat gedauert, bis der zweite Charakter eingeführt wird. Es wird von Monstern gesprochen, aber als Leser bekommt man keine Einführung woher die kommen, wie die sich verhalten und ob die Bevölkerung weiß wieso sie da sind. Es ist einfach ein Fakt. Ebenso wie dieser Krieg zwischen den beiden Eltern, auf den gar nicht eingegangen wird. Was war das Problem? Wieso ist der Streit so eskaliert? Keine Ahnung.

August war noch nicht am Leben gewesen, als die Territorialkriege als Folge des Phänomens ausgebrochen waren; er hatte nur die Geschichten über das Blutvergießen gehört. Doch er konnte die Angst in Henrys Augen sehen, wenn das Thema zur Sprache kam, was inzwischen häufiger passierte.

Monsters of Verity, VE Schwab, S.11, Loewe.

Dann hat es mich gestört, dass die Figuren so unsympathisch waren. Kate wird als ganz böses Mädchen dargestellt, die ja schon von soooo vielen Schulen geflogen ist und ihrem Dad unbedingt gefallen will. Sie bedroht auch direkt am ersten Schultag eine Mitschülerin, weil sie ja ihr Territorium abstecken muss. Ich bin zu alt für sowas.

August wird leider zu lasch und lapidar dargestellt. Er ist besonders, kein Mensch, aber was er ist, wird nicht klar – wie bereits erwähnt – vermutlich eines der Monster. Aber so richtig wird das erst einmal nicht klar.

Alles, was sie brauchte, war eine Gelegenheit, um sich Respekt zu verschaffen.

Und zu ihrer Überraschung bekam sie diese Gelegenheit schneller als gedacht.

Monsters of Verity, VE Schwab, S.11, Loewe.

Während ich diese Beitrag geschrieben habe, habe ich mir die Inhaltsangabe des Buches noch einmal zu Gemüte geführt und ich muss sagen, dass der Inhalt vom Verlag mir bereits mehr Verraten hat als die ersten 50 Seiten des Buches. So sollte es nicht sein.

Leider konnte mich auch der Schreibstil nicht überzeugen. Ich finde ihn nicht spannend, der Weltenaufbau gelingt durch den Schreibstil leider gar nicht. Genauso wie der Charakteraufbau, der nicht gelingt. Ich find es sehr schade, weil mir der Plot wirklich sehr gut gefallen hat. Aber der hat durch die Charaktere hier leider nicht funktioniert.

Header Fazit

Monsters of Verity hat mir nicht gefallen, weil die Charaktere nicht sympathisch waren und auch die Welt einfach unschlüssig blieb. Die Idee, dass Monster durch unsere Taten entstehen, ist eine spannende Idee, leider diese wurde vom Autor schlecht umgesetzt und nicht interessant fortgesponnen.

(8) Kommentare

  1. sagt:

    Hallo Andrea,

    danke für deine ehrliche Einschätzung. Mir genügt das schon, um sagen zu können, dass das Buch nichts für mich ist.

    Viele Grüße
    Jay

    1. Drea sagt:

      Hey Jay,

      vielen Dank 🙂 Ich finds leider schade, aber offenbar kommen die Autorin und ich einfach nicht gut miteinander klar, auch wenn ihre Bücher immer wieder stark gehypt werden. So ist das manchmal einfach 🙂

      Liebe Grüße

      Andrea

  2. sagt:

    Es ist so schade, dass unser Buddy Read nicht geklappt hat, Andrea! Ich kann dir aber nur zustimmen und auch, wenn ich ein paar Seiten mehr geschafft habe (und geschafft ist hier wirklich wörtlich zu nehmen), hat es mich eben so wenig begeistert. Ich hatte mich riesig auf das Buch gefreut, es mittlerweile aber aussortiert. So muss ich mich beim Blick in mein Bücherregal nicht mehr darüber ärgern.

    Liebe Grüße,
    Ally
    http://www.büchermädchen.de

    1. Drea sagt:

      Hey Ally 🙂

      ja das ist wahr. Meines wird auch die Tage zu einer guten Freundin wandern, die sich daran mal versuchen möchte 😀 ich bin dann schon sehr gespannt, wie ihr das gefällt.

      Liebe Grüße

      Andrea

  3. sagt:

    Ich finde es gut, dass du dich auch dazu entschieden hast, diese Rezi online zu stellen. Finde es wichtig, dass man auch auf sowas eingeht und Bücher nicht nur in den Himmel lobt, auch wenn es natürlich für dich schade ist, dass du abbrechen musstest. Eigentlich stand das Werk auch noch auf meiner Wunschliste, aber mit der Charaktersierung der Hauptfigur käme ich wohl auch nicht klar. Dafür bin ich wie du, dann doch zu alt. Auf mich wirkt das kindisch.

    Dankeschön für dein liebes Kompliment Andrea,
    Da beneide ich dich drum, dass du regelmäßig aussortierst. Ich kann mich so schwer von Büchern trennen und mache das nur alle paar Jahre mal. Da kommen dann aber wirklich Bücher weg, die ich schon sehr lange besitze und schon jahrelang nicht mehr in der Hand hatte und selbst da fällt es mir schwer.

    1. Drea sagt:

      Hallo Nicole,

      danke für deinen Kommentar. Ich fand die Charaktere auch sehr kindisch leider. Vielleicht werden sie noch besser, aber dafür hatte ich dann leider einfach keine Geduld mehr :).

      Das ein oder andere Mal suche ich dann auch nochmal ein Buch und denke mir „Ach mist, ich habs ja abgegeben“. Aber dann besinne ich mich doch wieder, dass es mir einfach nicht gut gefallen hat. Ich beneide zwar riesige Bücherschränke, aber irgendwie habe ich mir im Laufe meines Leselebens doch angewöhnt die wirklich guten Bücher nur zu behalten, aber das war trotzdem ein langer Weg :). ich versteh das total.

      Liebe Grüße

      Andrea

  4. sagt:

    Liebste Andrea,

    na sowas, die 2 Bücher um Monsters of Verity wurden ja ziemlich gehyped. Für mich ist es leider keine große Liebe, daher werde ich es nicht lesen.
    Schade, dass dir die Charaktere nicht gefallen haben. Ich habe mir auch unter der Welt echt etwas Mystisches vorgestellt.
    So nach dem Motto, du machst etwas Böses und aus dem Nichts heraus taucht neben dir ein Ungeheuer auf, das Randale macht. Naja, schade.

    Ähm, ich bin ja eigentlich kein Korinthenkacker, aber bei den Zitaten sind mir ein paar kleine Fehleraufgefallen… Vielleicht korrigierst du es bei Gelegenheit. Ist nicht böse gemeint, du weißt, ich guck gern bei dir vorbei 🙂

    Liebe Grüße
    Tina

    P.S. Ich habe selbst genug Probleme alles korrekt zu schreiben. *lach

    1. Drea sagt:

      Hallo Tina,

      durch den Hype dachte ich eigentlich auch, dass das Buch ziemlich cool sein wird. Leider wird man nicht immer direkt warm mit einem Buch oder einem Autor/einer Autorin.

      Ich weiß doch, dass das nicht böse gemeint ist 🙂 ich werd gleich direkt mal reinschauen.

      Liebe Grüße

      Andrea

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