Rezensionen

Interview | Daniel Sand

Interview Daniel Sand

Daniel Sand ist Fantasyautor und hat unter anderem „Irren ist göttlich – Ein Abenteuer vom Würelplaneten“ geschrieben, was übrigens auch als Hörbuch erschienen ist. Ich habe jetzt ein Interview mit ihm für euch!

Wie bist du auf die Idee gekommen?

So genau kann man glaube ich nie sagen, wie sich Ideen entwickeln. Oft geht es mit einer einzigen Idee los, die mir gefällt. Und dann spinne ich sie für mich weiter und entweder verwerfe ich sie dann bald wieder oder aus ihr heraus entwickelt sich eine weitergehende Geschichte. Bei „Den Letzten beißen die Drachen“ war die erste Idee die eines Königs, der sich im Casino komplett verzockt und am Ende sogar sein Königreich setzt und verliert. Danach kamen dann weitere Ideen dazu und nach einer Weile hatte ich dann ein ganz gutes Gefühl, dass der Stoff für einen Roman reicht.

Wie schwer war es für dich, deine Charaktere zu entwickeln?

Mir gefällt es, Charaktere zu entwickeln. Ich habe deswegen auch manchmal „Einwechselfiguren“, die keine Hauptfigur sind und eigentlich nicht mal Nebenfiguren, sondern nur einen kurzen Auftritt haben und danach nicht mehr weiter vorkommen. Aber gerade die Fantasyliteratur bietet ja nochmal ganz andere Freiheit. So etwa, in diesem Roman, die Energiewolke McRakel, die ganz offenbar älter als die Zeit selbst ist und gerne ein Mensch wäre.

Erzähl uns doch einmal von deinen Figuren. Was macht sie so besonders?

Ich hoffe, dass sie recht abwechslungsreich daherkommen. Vom alternden Drachentöter über die junge ambitionierte Königin, die sich dem Tierschutz verschrieben hat und darum leider, leider (zumindest für den Drachentöter) das Töten von Drachen verboten hat. Auch Franziphus, der eigentlich für immer dazu verflucht wurde, ein Klavier in den achten Stock zu schleppen, nur damit es nach seiner Rückkehr ins Erdgeschoss wieder dort steht, hat seine ganz eigene Geschichte oder eben die schon erwähnte Energiewolke McRakel, die übrigens als kostengünstiges Orakel arbeitet. 

Hast du eine Lieblingsszene?

Spontan fällt mir die Szene ein, in der das Söldnerheer sich Pegasie (wenn das der Plural von Pegasus ist) kauft, um einen nächtlichen Überraschungsangriff zu starten, aber sofort bemerkt wird, weil die Hufe der Tiere leuchten. Was die Söldner natürlich zurecht empört.

Hast du einen Charakter, der sich besonders gut schreiben lässt und einen, der nie so wirklich will?

Wenn ein Charakter „nie so wirklich will“, dann passt er nicht in die Geschichte. Dann hat er in ihr auch nichts verloren. Vielleicht passt er ja in eine andere, wenn er einem trotzdem gut gefällt, aber in dieser würde er stören. Insgesamt finde ich es leichter, Charaktere zu schreiben, die unterwegs sind, während es auch welche gibt, die immer am gleichen Ort verweilen. 

Ist dir beim Schreiben etwas schwerer oder leichter gefallen?

Insgesamt habe ich die Regel, dass ich nicht zu lange versuche, an einer Stelle weiterzukommen. Die Schwierigkeiten beim Schreiben sind ja in Wahrheit fast immer Schwierigkeiten bei der Vorstellung dessen, was man schreiben will. Wenn sich also kein klares Bild im eigenen Kopf entwickelt, sollte man nicht krampfhaft versuchen, die Geschichte in dieser Richtung weiterzutreiben. Dann muss ein anderer Weg gefunden werden, der besser funktioniert.

Was inspiriert dich beim Schreiben?

Einerseits ist es spannend, eigene Welten zu erschaffen, die sich zum Teil ja erst beim Schreiben  entfalten und andererseits gefällt mir die Vorstellung, dass jemand ein paar unterhaltsame Stunden mit einem Buch von mir verbringt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner