Rezensionen

The Diviners

Libba Bray Aller Anfang ist böse

Buchrezension The Diviners: Aller Anfang ist böse von Libba Bray
[Band 1]

„Ja sie war auf dem richtigen Weg. In New York konnte sie sein, wer immer sie wollte. Es war eine große Stadt – ein Ort für jeden, der davon träumte, ein glänzender Star zu werden.“

Libba Bray, The Diviners: Aller Anfang ist böse, S.33, dtv

Wir befinden uns in den 1920er Jahren in New York. Naja, eigentlich startet das Buch in Ohio bei der Hauptfigur Evie O’Neill, die ein Gabe hat. Wenn sie Gegenstände von Personen anfasst, kann sie ein Ereignis sehen, was mit dem Gegenstand verbunden ist. Auf einer Party setzt sie ihre Gabe ein und bringt sich damit in Schwierigkeiten. Kurz darauf wird sie nach New York zu ihrem Onkel geschickt, der ihr ein bisschen Verstand beibringen soll. Das Gute für Evie ist aber, dass Will – ihr Onkel – eigentlich den ganzen Tag in seinem Museum sitzt und Evie dadurch alleine lässt. Sie macht sich Freunde in dem Appartementhaus, indem ihr Onkel lebt und geht eigentlich nur Feiern und hofft dort auf den großen Durchbruch als…irgendetwas: Model, Schauspielerin, Hauptsache berühmt. Als Will genug davon hat, soll Evie in seinem Museum aushelfen. Widerwillig hilft sie ihm, macht aber ihre eigenen Regeln. Während ihrer Arbeit lernt sie gleichzeitig aber mehr über ihre Gabe und lernt auch, dass sie ein sogenannter Diviner ist. Sie hält ihre Gabe aber erst einmal geheim, bis in New York ein mysteriöser Serienmörder auftaucht und die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Will soll der Polizei helfen, ihn zu schnappen und Evie ist an seiner Seite, um eventuell ihre Gabe einzusetzen, von der bisher aber nur sie weiß

The Diviners ist ein Buch, mit dem ich am Anfang ehrlich gesagt nicht so gut klargekommen bin. Der Schreibstil ist richtig gut und verdammt anschaulich. Ich konnte mir die Figuren von der ersten Minute vorstellen, die Setting und leider auch die Morde. Aber der Anfang des Buches kommt leider doch etwas schleppend daher, bis es um den Kern des ersten Buches geht. Sobald der aber erreicht ist, will man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Evie als Figur ist unheimlich sympathisch und man fiebert immer irgendwie mit ihr mit, gleichzeitig tat sie mir aber auch bei einigen Dingen leid. Zwischendurch hätte ich sie auch gerne ein paar Mal geschüttelt, um ihr die Augen zu öffnen.

„Evie beobachtete, wie die Fähre weitertuckerte, und versuchte zu verstehen, was sie da eben gesehen hatte. Die fürchterlichen Bilder waren vermutlich Hinweise. Aber wie konnte sie irgendjemandem davon erzählen?“

Libba Bray, The Diviners: Aller Anfang ist böse, S.135, dtv.

Neben Evie werden aber noch die Nebenfiguren Will (Evie Onkel), Jericho (der bei Will lebt und ein Geheimnis zu haben scheint), Mabel (mittlerweile Evies beste Freundin und voll verknallt in Jericho), Theta (Revue Tänzerin, die vom großen Durchbruch träumt), Henry (Thetas Bruder, der Klavier spielt und ebenfalls vom großen Durchbruch träumt) und Memphis (wohnt mit seinem kleinen Bruder bei seiner Tante und arbeitet für einen Mafiaboss) aufgebaut, die hoffentlich auch noch im zweiten Buch mehr vorkommen. Denn schnell ist dem Leser klar, dass einige von den oben genannten Figuren auch ähnliche Fähigkeiten wie Evie haben und die Charaktere auf eine gewisse Art und Weise mit einander verbunden sind.

Leider ist mir jetzt nach dem ersten Buch immer noch nicht klar, wohin diese Buchreihe gehen soll und vor allem für wie viele Bände. Für eine Trilogie sind es meiner Meinung nach zu viele Charaktere, von denen man noch zu wenig weiß. Aber hey, das zweite Buch gibt es ja zum Glück schon! 😊

Libba Bray | The Diviners

01. Oktober 2014 | 704 Seiten

Die Reihenfolge der Diviners Reihe

(1) Aller Anfang ist böse

(2) Die dunklen Schatten der Träume

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