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Talus | Rezension

Rezension Talus von Liza Grimm

Kooperation mit der Buchhandlung Weber

Die Magie hatte beschlossen, dass Erin nicht bereit für sie war. Noch nicht.

Liza Grimm – Talus, S.13, droemer Knaur.
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4 junge Menschen haben eigentlich nur eine Gemeinsamkeit: Sie haben einen Herzenswunsch, der nur durch das Zauberartefakt Talus erfüllt werden kann. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach ihm, doch bemerken schnell, dass sie nicht die einzige sind, die versuchen dieses sagenumwogene Artefakt zu finden.

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Was war denn Talus bitte für eine Achterbahn der Gefühle? Ich hätte niemals mit solch einer außerordentlich Geschichte gerechnet, als ich mir das Buch damals auf meine Wunschliste geschrieben habe.

Zur Geschichte möchte ich gar nicht soviel sagen, weil ich glaube ich sofort Spoilern würde. Der Schreibstil von Liza Grimm ist gut, flüssig und hat mich als Leser direkt in die Geschichte eintauchen lassen. Ab und an gab es zwar mal ein paar verwirrende Stellen, die sich aber relativ schnell geklärt haben.

Wenn Noah etwas nicht für diese Frau verspürt, dann war es Mitleid. Sie musste etwas Furchtbares getan haben, um dien Fluch auf sich zu ziehen. Die dunkle Seuche war vieles: grausam, schmerzhaft, unerbittlich, tödlich. Aber eines war sie nicht: unfair.

Liza Grimm – Talus, S.18, droemer Knaur.

Erin ist eine der Hauptcharaktere und die einzige, die keine Hexe ist. Sie ist ein Mensch und lebt eigentlich ihr Leben vor sich hin. Sie studiert, arbeitet bei einer Geistertour und hofft darauf, dass ihre krebskranke Tante nicht stirbt. Und genau ihre Tante ist auch der Grund dafür, dass Erin sich dazu entschließt nach Talus zu suchen. Ihre Tante und sie haben eine ganz besondere Verbindung, weil sie sie in all ihren Vorhaben unterstützt hat, ihr ein paar Hexerei Dinge wie Kräuterkunde und co beigebracht hat. Mittlerweile glaubt Erin nicht mehr an Geister oder Zauberei, ist trotzdem extrem fasziniert, als sich diese Welt vor ihr öffnet. Sie ist eine sehr aufgeweckte Hauptfigur, die schnell eins und eins zusammenzählen kann und sich behaupten kann. Sie ist tough und das mag ich sehr gerne an ihr. Sie braucht keine Rettung oder Hilfe, holt sich diese aber dann, wenn sie die braucht. Nutzt damit aber ihren Gegenüber niemals aus.

Eine der ihr in der Welt der Zaubererei hilft ist Leo, der eigentlich Kaito heißt. Er lebt unter den Menschen und ist dafür zuständig in den sogenannten Vaults für Ordnung zu sorgen. Heißt im Klartext, dass da keine Geister auftauchen sollten und wenn dies doch so ist, dann muss er diese wieder zurückschicken. Im Grunde arbeitet er da als Geisterjäger. Damit er diesen Teil der Stadt aber auch legal betreten darf, ist er ein Kollege von Erin und so lernen sich die beiden auch kennen. Er ist zunächst sehr abwesend, weil er sich nicht für Menschen interessiert, doch als er merkt, dass Erin einen Geist gesehen hat, ist er sehr fürsorglich, schon fast übertrieben beängstigt. Er möchte ihr aber helfen, die neue Welt, in die sie reingestolpert ist, zu verstehen. Schließlich hat ein geheimnisvolles Buch Erin als Besitzerin ausgewählt und dieses Buch wird von der Hexenwelt heißbegehrt. Darin steht der Weg zu Talus.

Anders als in den neuen Höhlen, in denen die Hexen lebten, waren die alten Höhlen von Menschen unbewohnt. Die Grenze zum Vortex war dort so dünn, dass es häufig zu Wesensausbrüchen kam. Unkontrolliert entrinnende Magie manifestierte sich in den Dingen, die sie dort fanden: Bäume wurden zu Nymphen.

Liza Grimm – Talus, S.76, droemer Knaur.

Ein weiterer Charakter, der auch noch wichtig ist, ist Noah. Er ist ein Bekannter von Noah und arbeitet für den Rat der Hexen. Er befragt Hexen und Hexer, die die sogenannte schwarze Seuche mit sich tragen. Das ist eine Krankheit die nur diejenigen bekommen, die schwarze Magie angewandt haben und dadurch sterben. Er findet oft heraus, was sie gemacht haben, bevor die Menschen sterben. Auch Noah stolpert eher durch Zufall in die Richtung von Talus, weil er einen Mord untersucht. Doch er sucht nicht aktiv nach dem Würfel, da er offenbar keinen Wunsch hat? Noah ist ein sehr ehrgeiziger Mensch, der sein Leben lang von seinem Vater nicht beachtet wird und Aufmerksamkeit haben möchte. Er ist aber auch sehr loyal und hat gewisse Ansichten in Bezug auf Zauberei und die Clans, die man als Leser nach und nach mitbekommt.

Aber was ist denn Talus jetzt? Es ist ein Würfel, der die Kraft besitzt einen Herzenswunsch zu erfüllen. Deshalb suchen auch alle nach ihm. Doch er ist eigentlich ein Mythos, bis das Grab der Hexe gefunden wird, die den Würfel erschaffen hat. Und danach geht wirklich ein Wettlauf gegen die Zeit los.

Als Kaito endlich mit der Gruppe auf die Straße trat, betrachtete sie die Menschen, die sich in alle Richtungen verteilten. Kaito blieb mit einer jungen Radan vor den Vaults stehen und schien irgendetwas zu diskutieren.

Liza Grimm – Talus, S.89, droemer Knaur.

Es gibt aber noch soviel mehr Nebencharaktere, auf die ich leider nicht eingehen kann, weil das die Rezension echt sprengen würde. Aber diese drei Charaktere stehen auf jeden Fall im Fokus der Erzählung und sind auf ihre eigenen Weisen einzigartig.

Mir hat Talus sehr gut gefallen, weil es mal eine ganz andere Geschichte war. Die verschiedenen Perspektiven haben dem Leser viel mehr gebracht, als hätte man nur Erins Perspektive gelesen. Der Leser weiß so viel mehr über die Charaktere und die Hexenwelt, wie die Charaktere und das war wirklich cool. Die Twists waren für mich überraschend und ich hätte nicht gedacht, dass die Geschichte in die Richtung driftet, in die sie schlussendlich gegangen ist. Das hat mir gut gefallen. Jetzt bin ich aber auch sehr gespannt, worum es dann in Talus 2 gehen wird. Ich kann mir schon vorstellen, was noch passiert, nach dem Ende. Wir werden sehen.

Header Fazit

Talus ist ein spannender Urban Fantasy Roman, der großen Spaß macht und Suchtfaktor hat!

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