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Love Curse

Love Curse lieben verboten Rebecca Sky

Buchrezension Love Curse: Lieben Verboten von Rebecca Sky

Vielen Dank an das Bloggerportal und heyne fliegt für das Rezensionsexemplar!

„‘Abgesehen vom Offensichtlichen‘, sie deutet auf den Stapel schmutziger Blätter und Bücher in meinen Armen, ‚ist er niedlich … und hat hübsche Schuhe.‘
‚Hübsche Schuhe?‘
‚Typen mit hübschen Schuhen bringen Glück‘“

Rebecca Sky – Love Curse (Liebe verboten), S.16, heyne fliegt.

Rachel ist die Nachfahrin von Eros und kann Jungs mit nur einem Kuss verwandeln. Sie würden ihr hinterher laufen und sie lieben – gegen ihren Willen. Das will sie aber nicht und hasst ihre Gabe deshalb. Bis sie eines Tages auf Ben trifft, in den sie sich zu verlieben scheint, doch dadurch tauchen nur noch mehr Probleme auf.

Im Grunde hatte ich bei dem Klappentext defintiv etwas anderes erwartet. Ich dachte, es wird so eine leichte, feelgood Geschichte, bei der es darum gehen wird, dass Rachel mit sich und ihrer Gabe viel Hadern wird, sich gleichzeitig aber in Ben verliebt und sie es dann letztendlich irgendwie schaffen, doch zusammen zu sein.

Gut im Grunde ist die Geschichte auch ähnlich. Aber das alles dachte ich, spielt sich in New York ab und ist nicht quer durch Amerika gestreut.

Es beginnt schon anders zu werden, als Rachel und Marissa ins Gefängnis kommen, dann fliehen sie gemeinsam mit Ben und Rachels Dad und kurz darauf trennen sie sich wieder, weil ihr Dad auch im Gefängnis sitzt. .

„Die Klasse bricht in verständiges Gemurmel aus. Dass sie alles unhinterfragt schlucken, macht mich nur noch wütender, Wenn wir wirklich die Nachkommen eines Gotte sind, sollten wir dann nicht das Recht auf eine eigene Kraft haben?“

Rebecca Sky – Love Curse (Liebe verboten), S.33, heyne fliegt.

Rachel ist ein typischer Charakter für solche kürzeren Geschichte. Sie hat diese Liebesgöttinengabe und möchte die nicht haben. Sie hadert schon zu Beginn mit sich, will die Gabe nicht annehmen geschweige denn überhaupt entwickeln, weshalb sie keinen Jungen verwandelt. Als dann noch rauskommt, dass sie die selbe Intensität wie die ihrer Mutter hat, ist es um sie völlig geschehen. Sie hasst die Gabe, verflucht die Götter und ist gleichzeitig unglaublich traurig, weil Ben – den Junge, den sie anscheinend mag – erst einmal nur die Augen bei Marissa hat und Rachel nur als Freundin ansieht. Nicht mehr. Doch im Laufe der Geschichte rettet Ben sie mehrmals, hilft ihr zu entkommen und letztendlich setzt sich die Gabe durch diese Liebe von Rachel zu Ben frei. Sie verwandelt ihn zwar nicht, doch fühlt sich auch nicht mehr sicher mit ihm. Und dann trifft sie Eros, der ihr erzählt, dass sie die Gabe durchbrechen und damit aufheben kann. Wie, sagt er ihr aber nicht. Natürlich geht Rachel auf diesen ominösen Deal ein – ich muss sagen, bis hierhin hab ich Eros nicht getraut! Aber am Ende wird die Gabe doch gebrochen ;). Was ja für solch ein Buch auch wichtig ist!

Marissa ist der komplette Gegenpart von Rachel. Sie liebt ihre Gabe, verwandelt Jungs, wie es ihr gefällt und ihr ist es völlig egal, wie sie sich dabei fühlen oder ob sie eine öffentliche Spur hinterlässt. Außerdem wird sie direkt als eine richtige Tussi dargestellt, die Rachel und ihren Kleidungsstil irgendwie verachtet, dennoch mit ihr befreundet ist, damit sie halt besser aussieht. Doch am Ende ist sie ihre Ausbildungspartnerin und beiden bleibt nichts anderes übrig, als miteinander befreundet zu sein. Denn die Schule, die die Liebesgöttinnen ausbildet, duldet keine andere Freundschaft außer der zwischen den Ausbildungspartnerinnen. Doch Marissa ist am Ende auch diejenige, die die ganze Geschichte erst ins Rollen bringt und einen Streit zwischen ihr und Rachel initiiert, als sie heraus findet, dass auch Rachel Ben mag. Es ist ein durcheinander und ein Drama, das ich zuletzt mit 14/15/16 miterlebt habe. Klar gehört so etwas in solch eine Geschichte und am Ende ändert sich das Ganze auch nochmal, also nichts, was man in anderen Geschichten nicht finden würde. Marissa ist eben eifersüchtig, sowohl auf Ben als auch auf die Gabe von Rachel, da Marissa selber nur über küssen ihre Gabe einsetzen kann.

„Zu spät. Sie reißt den Jungen ohne zu zögern an sich und streift seine Lippen mit einem Kuss. Er zuckt zurück, und in seinen Augen sieht man den Kampf gegen die Kräfte, die gerade sein Bewusstsein abspalten und ihn in eine tiefe Trance stürzen.“

Rebecca Sky – Love Curse (Liebe verboten), S.15, heyne fliegt.

Ben ist dahingegen ein typischer Junger, der hin und her gerissen scheint zwischen Marissa und Rachel. Marissa verwandelt ihn und der erste klare Kontakt zwischen ihm und den Mädels ist dann im Gefängnis und später bei Rachel zu Hause. Er geht sogar freiwillig mit den Mädchen, damit er gleichzeitig der Polizei bescheid geben kann. Deshalb ist er einige Patzer auf der Flucht der ganzen Bande schuld. Doch schnell wird klar, dass er sich zwar zu Marissa und auch Rachel hingezogen fühlt, doch er verliebt sich in Rachel. Wie solls auch anders sein? Trotz dem Klischee des Jungen, der am Ende auch zum Streit zwischen zwei Freundinnen führt, hat mir Ben als Charakter gut gefallen.

Obwohl ich die Geschichte im gesamten echt ganz süß fand und sie auch leicht ist, wenn man mal nen schönen Sonntag verbringen möchte, gibt es doch den ein oder anderen Kritikpunkt, den ich wichtig finde, zu erwähnen.

Zum Einen wird Bens Handeln im Bezug auf die Polizei nicht hinterfragt. Er verrät die Gruppe quasi mehrmals, indem er der Polizei steckt, wo sich Rachel und Marissa aufhalten. Dies führt schlussendlich zur Verhaftung von Rachels Dad, später zu Marissas und Kyles Verhaftung. Und am Ende führt es zu dem großen Finale, das so gar nicht kommen muss.

„Jungen verschwanden. Manchmal vergingen Wochen, bevor sie verwirrt und benommen in einem Park, auf der Straße oder einem Hochhausdach wiederauftauchten. Wurden sie danach von der Polizei befragt, hatten sie keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen oder wo sie gewesen waren oder was während ihrer Abwesenheit passiert war.“

Rebecca Sky – Love Curse (Liebe verboten), S.8, heyne fliegt.

Außerdem finde ich die Schule und das sogenannte „Gremium“ schwierig einzuschätzen. Sie sollen die Liebesgöttinnen ausbilden, ihnen helfen und quasi ihre Spuren verwischen. Doch als Rachel Eros trifft, erzählt er ihr eine etwas andere Geschichte, nämlich dass das Gremium GEGEN Eros arbeitet und nicht – so wie sie es immer behaupten – mit ihm. Im Epilog sind es auch Eros, Ben und Rachel die von dem Gremium betäubt werden. Doch zuvor wird das Gremium auch von allen anderen nicht hinterfragt und das ganze schien mir dann letztendlich doch nicht ganz zusammen zu passen.

Und ihr kommt es auch schon zu meinem letzten Kritikpunkt: Der Epilog. Das Ende vom Buch war wirklich zuckersüß. Rachel hatte ihren Tod vorgetäuscht, damit alle freigelassen werden (okay..es wird erzählt wie sie stirbt und dann kommt ihre Beerdigung. Das dazwischen ist nichts..aber es ist ja auch nen Romantasy buch, da ist Logik nicht immer so gefragt.) Auf jeden Fall ist Rachel versteckt, um gemeinsam mit Eros den Fluch zu brechen. Ben entdeckt sie, läuft hin und durch seine und ihre wahre Liebe, wird der Fluch gebrochen. SO ein schönes und kitschiges Ende. GENAU darauf hab ich gehofft. Und dann kommt der Epilog. Er ist…nun ja. Er wirft mehr Fragen auf und steuert auf einen zweiten Teil zu, den ich ehrlich gesagt nicht gebraucht hätte.

Eine wirklich süße und nette Liebesgeschichte, doch auf den Epilog und den dadurch initiierten zweiten Teil, hätte ich gut und gerne auch verzichten können.

Rebecca Sky | Love Curse

11. Juni 2018 | 285 Seiten

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