Rezensionen

Jekyll und Hyde

Robert Louis Stevenson Dr Jekyll and Mr Hyde

Robert Louis Stevenson – Der seltsame Fall des Dr Jekyll und Mr. Hyde

Hallo 🙂

Dr Jekyll und Mr. Hyde sind wohl eine der berühmtesten Literarischen Figuren, die man kennt. Sie wurden mehrfach verfilm, rezipiert und immer wieder wird auf die beiden angespielt. Aber was steckt hinter der Geschichte? Ist sie spannend? Langweilig?

In Dr. Jeckyll und Mr. Hyde geht es um den Wissenschaftler Dr. Jeckyll, der tief in sich eine böse Stimme hört, die ihn dazu veranlasst sein Inneres zu erforschen. Dabei kommt Mr. Hyde heraus, der die böse Seite von Dr. Jeckyll ist und der jedes Mal auftaucht, wenn diese Seite zum Vorschein kommen möchte. Doch können sich beide einen Körper teilen?

Dr. Jeckyll und Mr. Hyde ist meiner Meinung nach eine wirklich gute Novelle. Sie ist schnell erzählt, fokussiert sich auf das wesentlichste und endet doch etwas fragwürdig.

Dr. Jeckyll ist die Hauptfigur des ganzen Textes. Er ist stadtbekannt, hochgeschätzt und hat viele Freunde. Er verkehrt in der gehobenen Gesellschaft und versucht dieser gerecht zu werden. Doch da ist schon das Problem: er unterdrückt auch einen gewissen Trieb und zwar seinen Bösen Trieb, der wenig später als Mr. Hyde zum Vorschein kommt. Jeckyll hat nicht mehr viele Freunde, da er mit sich selbst experimentiert, um Mr Hyde herauszulocken, wann immer er möchte bzw. ihn aggressiver oder wenig aggressiver zu machen. Deshalb ist sein einziger Freund Utterson, der auch sein Anwalt ist. Und dieser zweifelt das erste Mal an Dr Jeckyll, als er das Testament von Jeckyll bekommt, in dem er all seinen Besitz Mr Hyde überschreibt, sollte Jeckyll verschwinden.

Doch als Jeckyll ihn beschwichtigt, dass Hyde ein guter Freund ist, fragt er nicht mehr weiter nach. Kurz darauf geschieht ein Mord und Mr Hyde wird verdächtigt, der aber weder in seinem Haus aufzufinden ist oder sonst in London.

Mr Hyde ist bekanntermaßen Jeckylls Alter Ego, das er immer dann rauslassen kann, wenn er das Bedürfnis hat etwas zu machen, was in seiner Gesellschaftlichen Schicht nicht angemessen ist. Mister Hyde wird als klein, grausig und angsteinflößend charakterisiert. Quasi wie das Böse an sich. Er kommt eigentlich nur heraus, wenn Jeckyll eine gewisse Medizin nimmt und genauso verschwindet er auch.

Doch am Ende wechseln sich Hyde und Jeckyll immer mehr ab, die Übergänge zwischen beiden Charakteren sind fließend, kaum mehr kontrollierbar, weshalb es am Ende dann auch zum Selbstmord Jeckylls kommt.

Das Buch hat mir gut gefallen, vermittelt durchweg einen mythischen Vibe, bis zum Ende. Als jemand, der die Geschichte schon kennt, weiß natürlich, was passiert und wer Mr Hyde ist. Dennoch hat es Spaß gemacht, die Novelle noch zu lesen.

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