Rezensionen

Das inoffizielle Harry Potter Kochbuch | Dinah Buchholz | Patrick Rosenthal

Das inoffizielle Harry Potter Kochbuch

Momentan gibt es zwei inoffizielle Harry Potter Kochbücher auf dem Markt. Ich habe mir beide einmal angeschaut, stelle sie hier gegenüber und erzähle euch im Fazit, für welches ich mich entscheiden würde.

Das erste inoffizielle Harry Potter Kochbuch von Dinah Buchholz

Das inoffizielle Harry Potter Kochbuch Inhalt

Ich hatte große Erwartungen an das Kochbuch, da ich ein ähnliches bereits von den Gilmore Girls habe und dort sehr verliebt in die Aufmachung und die Aufteilung war. Leider hat mich das Buch von vorne bis hinten enttäuscht. Alleine schon die Aufmachung war leider gar nicht ansprechend. Das Buch kam an und das Cover ist völlig in Ordnung. Aber als ich einmal durchgeblättert habe, musste ich enttäuscht feststellen, dass dieses Kochbuch gar keine Bilder hat. Und das finde ich sehr schade, denn ein Kochbuch lebt vom Visuellen. Wie soll ich denn Lust aufbringen, etwas zu backen oder zu kochen, wenn ich gar nicht weiß, worauf?

Das Kochbuch ist sehr chaotisch aufgebaut. Man merkt relativ schnell, dass das Buch aus dem englischen übersetzt wurde. So sind die Gramm/Millimeter Angaben sehr krumm. Zudem gibt es immer wieder Übersetzungsfehler wie zB dass das Blech im Ofen umgedreht werden muss anstatt die Kekse. Außerdem wirkt das Layout sehr unruhig, weil Bilder fehlen, der Text sehr klein geschrieben ist und alles in schwarz/weiß ist.

Was ich sehr schade fand war, dass die Rezepte alle normal heißen wie „Schokopudding“. Da hätte ich mir kreativere Namen gewünscht. Zudem sind die Gerichte durcheinander gewürfelt. Das Kochbuch ist nach bestimmten Orten im Harry Potter Universum aufgeteilt, aber völlig durcheinander. Man findet dann Frühstück, direkt danach kommt Dessert und zwischendurch dann noch ein Hauptgericht. Das passte meiner Meinung nach gar nicht. Zudem muss man auch öfter zwischen Rezepten hin und her blättern. So gibt es ein Gericht auf der einen Seite, braucht dort aber etwas, was man in einem anderen Rezept viel später im Buch findet. Da hätte ich mir lieber ein Basis Kapitel gewünscht, in dem alles drin ist, was man für die Rezepte braucht. Da muss man zwar auch Blättern, trotzdem hat man es besser auf einen Blick. Das Buch ist auch sehr fleischlastig, weil das die englische Küche so vorgibt. Dementsprechend sind die süßen Gerichte und Desserts eher für Vegetarier und für Veganer würde es sogar noch schwerer werden etwas zu finden.

Ich habe mich an zwei Kekse gewagt, fand diese Anleitungen aber sehr schwierig zu folgen. Ich backe sehr gerne und sehr oft und auch gerne mal aufwändiger, doch diese Rezepte waren so schwer zu folgen. Neben den oben genannten Übersetzungsfehlern fehlten mir essenzielle Infos, wann ich etwas auf einen Keks packen sollte, ob ich die Cremes vorher schon einmal kühlen sollte oder erst im Keks. Außerdem fehlten mir Informationen dazu, ob die Kekse in Kugeln oder platt gedrückt in den Ofen sollten. Das ändert nämlich schlussendlich die Backzeit und das gesamte Ergebnis.

Das inoffizielle Harry Potter Kochbuch von Patrick Rosenthal

Das inoffiziell Harry Potter Kochbuch

Das inoffizielle Harry Potter Kochbuch umfasst knapp 220 Seiten voller Rezepte rund um Harry Potter. Die Rezepte sind von leicht bis schwer gemischt und werden mit den wunderschönen Bildern top in Szene gesetzt. Die Aufteilung des Buches find ich etwas verwirrend, weil es von Vorspeisen, über Süßes, zu Hauptgerichten und dann zu Festessen, Desserts und Getränke geht. Wobei Desserts den größten Teil des Buches einnimmt. Für mich jetzt kein Problem, aber das mag für den ein oder anderen nicht so cool sein.

Schön finde ich an dem Buch auch, dass es eine kleine Kategorie zu Halloween und damit alles rund um den Kürbis gibt. Ich mag keinen Kürbis, aber da es bei Harry Potter auch immer ein großes Ding ist, mochte ich diesen Teil schon. Man sieht, dass das Buch durchdacht ist. Leider gibt es keine Kategorie zu Weihnachten, was ich wiederum schade finde. Es ist verschenktes Potential, denn auch der weihnachtlichen Zeit kommt in Hogwarts eine große Bedeutung zu.

Das inffozielle Harry Potter Kochbuch Praline

Es sind alles von Harry Potter inspirierte Gerichte. Auch die kleinen Anekdoten, die mal zu beginn eines Rezeptes stehen, sind eher kleine Wegbeschreibungen, um das Rezept zu rechtfertigen. Ich würde das Buch eher als ein schönes Basiswerk betrachten, das mit dem Charm von Harry Potter daherkommt. Denn es gibt so etwas wie Pfannkuchen, diverse Pralinen, Apfelkuchen und ähnliche Rezepte, die mich eher an ein Basiskochbuch erinnern. „Mich erinnern vor allem die leckeren Süßigkeiten und Getränke an die Harry Potter Welt. Mit kleinen Spielereien, wie ein kleiner Schnatz oder Zaubererhüte auf Cupcakes kann ein Bezug zur Zauberwelt aufrecht erhalten bleiben, obwohl die Rezepte sehr britisch sind. Mit dem Bezug und kleinen Accessoires aus der Harry Potter Welt, kann man sich aber schon recht schnell in eine kleinen Zauberküche wiederfinden. Die Bilder hauen bei diesem Kochbuch aber auch mal wieder sehr viel raus. Es ist visuell großartig und macht bei jedem Bild Spaß auf das Nachmachen!

Die Anleitungen für die Rezepte sind einfach zu folgen und verständlich geschrieben. Ich konnte den Schritten gut folgen und am Ende hatte ich gute Ergebnisse, die nur an meiner Gabe gescheitert sind, sie schön herzurichten. Ich würde mich hier aber noch über eine Zeitangabe bei den Gerichten freuen.

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(10) Kommentare

  1. sagt:

    Hallo Andrea,
    offenbar ist das Buch nur Geldmacherei, weil Harry Potter drauf steht. Wenn man Rezepte aus der englischen Küche möchte, gibt es sicherlich bessere Bücher mit ansprechenden Fotos. Die sind, wie du schon sagst, sehr wichtig. Schade, wenn ein Kochbuch nur halbherzig umgesetzt wird.

    LG
    Jay von „Bücher wie Sterne“

    1. Drea sagt:

      Hallo Jay,

      das sehe ich leider genauso und bin noch immer sehr enttäuscht von dem Buch.

      Liebe Grüße

  2. sagt:

    Liebe Andrea,

    so schade, wirklich. Das Buch kam nicht vom Carlsenverlag, richtig? Wahrscheinlich hätten die das anders illustriert oder überhaupt illustriert.
    Für mich ist das Buch dann quasi am Thema vorbei, denn hier gehts ja nicht nur ums Kochen, sondern um ein zauberhaftes Erlebnis.

    Liebe Grüße
    Tina

    1. Drea sagt:

      Hallo Tina,
      nee das Buch kam von riva, deshalb hab ich mir auch schon fast gedacht, dass das vielleicht nicht so mega gut ist. Aber Fotos innerhalb eines Harry Potter angehauchten Setups hätten ja völlig gereicht. Und für mich ist es auch eindeutig am Thema vorbei, was sehr schade war.

      Liebe Grüße

      Andrea

  3. sagt:

    Huhu,
    das ist ja mal ärgerlich! Leider ist es ja mittlerweile oft so, dass manche versuchen mit bekannten Namen Geld zu machen und sich dann noch nicht einmal Mühe geben. So ein Kochbuch zu schreiben ist nicht einfach und sollte als Autor immer bedenken, dass nicht jeder genug Kenntnisse hat um sich gewisse Schritte zu denken. Und man sollte die Rezepte schon nach Themenbereichen sortieren(Vorspeise usw).
    Das umrechnen von den Angaben kenne ich aus anderen Bücher und da ärgert es schon, wenn ich australische Rezepte nachbacken möchte und mal wieder überlegen muss was denn nun eine Tasse ist. Je nach Rezept ist es aber vollkommen egal, wie genau man abmisst und deshalb wiege ich meistens auch nur sehr grob ab.
    Ich benutz sehr gerne Weinstein/Natron zum Backen, dafür benutz ich aber keine Hefe.
    LG

    1. Drea sagt:

      Hey 🙂

      mir war Weinstein leider einfach kein Begriff, hab aber auch schon von mehreren Ecken gehört, dass das wohl doch bekannter ist, als ich dachte. Ansonsten sitmme ich dir vollkomme zu. Eine Freundin von mir ist von dem BUch sehr begeistert, weil es ihr eher um die englische Küche ging. Aber ich schätze, da hätte sie auch ein günstigeres Kochbuch bekommen können 🙂

      Liebe Grüße

      Andrea

  4. Ich habe das Buch auch und kann deine Enttäuschung absolut nachvollziehen. Ein Kochbuch ohne Fotos ist ein absolutesNo-Go, dann diese teilweise seitenlangen Anleitungen. Unmöglich. Ich habe bisher nur Hagrids Steinkekse und Schnitzel ausprobiert, aber letzteres ohne Rezept 😂

    Es ist einfach lieblos, ich kann nicht mal sagen „gestaltet“, sondern einfach ausgedruckt und zwischen zwei Buchdeckel gepresst.

    Liebe Grüße

    Sabrina

    1. Drea sagt:

      Hallo Sabrina,

      ja das ist leider wahr :(. Bei mir auf den Fotos sind die Steinkekse, aber irgendwie doch abgewandelt und nur im Grundrezept, da ich zB gegen Rosinen allergisch bin. Yay. Aber die Vanille Doppelkekse sind wirklich sehr lecker 🙂

      Liebe Grüße
      Andrea

    2. Julia sagt:

      Hey 😊
      Benutzt ihr Weinstein aus der Apotheke oder das Weinsteinbackpulver aus den Supermarkt?
      Wollte die Tage das Butterbier machen und da braucht man Weinstein. Bin mir da unsicher 🤷‍♀️
      Ganz liebe Grüße Julia

      1. Drea sagt:

        Hey 🙂
        ich glaube, dass das Weinsteinbackpulver gemeint ist im Buch.

        Liebe Grüße

        Andrea

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