Rezensionen

Goldene Flammen | Grisha 1 | Rezension

Goldene Flammen von Leigh Bardugo

Er breitete die Arme aus, und ich sah entsetzt, wie sich seine Handflächen mit etwas Schwarzem füllten, das in der Luft wogte und waberte wie Tine in Wasser. […] Es klatschte in die Hände. Es hallte wie ein Donnerschlag, und im nächsten Moment wurde alles von einer schwarzen Wolke verhüllt.

Leigh Bardugo – Goldene Flammen, S.55f., Droemer Knaur.
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Alina ist Kartografin in der Ersten Armee des Zaren von Ravka. Doch als Alina plötzlich ihre Grisha Fähigkeiten entdeckt, wird ihr Leben umgekrempelt. Sie wird ins Trainingslager der Grisha gesteckt, da sie die einzige Hoffnung ist, die Ravka noch hat. Ihr Mentor ist der mächtigste der Grisha: Der Dunkle. Doch dieser hat ganz andere Pläne mit Alina und ihrer Fähigkeit.

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Der erste Grisha Band „Goldene Flammen“ hat mich direkt in die Welt der Grisha entführt. Ich hätte niemals gedacht, dass mich die Bücher so sehr in den Bann ziehen werden. Denn auch wenn mich die Geschichte schon immer interessiert hat, sind die Bücher ja doch gehypt und ihr kennt das Problem mit Hypebüchern und mir: Ich habe oft sehr hohe Erwartungen. Diese wurden in diesem Fall aber zum Glück erfüllt.

Alina und Mal sind beste Freunde und wachsen zusammen auf. Als beide den Grisha Test machen müssen, kommt heraus, dass keiner von ihnen eine Macht der Grisha besitzt, und so wachsen sie weiter im Kinderheim auf und treten bald der Armee bei, wie jeder Mensch in Ravka. Als Alina dann aber doch durch Zufall ihre Grisha Fähigkeiten kennenlernt, wird sie in die Ausbildung genommen. Ich mochte Alinas Wesen sehr gerne. Sie ist am Anfang sehr ängstlich und fühlt sich unwohl, weil jeder andere bereits ausgebildet ist und seine Kräfte kennt. Sie vermisst Mal natürlich, ist aber selbst mit ihren Gefühlen verwirrt. Zum einen fühlt sie sich zum Dunklen, ihrem Ausbilder und dem mächtigsten Grisha, hingezogen und zum anderen vermisst sie Mal unglaublich stark. Ich mochte ihre Entwicklung. Es war nachvollziehbar, als sie sich von ihren Gefühlen losgelöst hat, dass ihre Fähigkeiten plötzlich kontrollierbar waren.

Genya starrte mich entgeistert an. ‚Was denn?‘ fragte ich abwehrend. ‚Alina‘, sagte Genya langsam, ‚ keiner anderen Grisha ist je erlaubt worden, die Farben des Dunklen zu tragen.‘

Leigh Bardugo – Goldene Flammen, S.113, Droemer Knaur.

Den Dunklen fand ich auch eine sehr spannende Figur. Viel bekommt man von ihm als Leser nicht mit. Doch irgendwie war mir von vornherein klar, dass er nicht der Gute ist, wie er dargestellt wird. Jede Grisha möchte in seiner Gunst stehen und jeder lächzt nach seiner Aufmerksamkeit. Doch die Einzige, die er ansieht und um die er sich schert ist Alina. Er macht sie aber nicht an, sondern er möchte, dass sie ihre Kräfte ausbildet, um seinen Willen zu bekommen. Schnell stellt er sich als der Bösewicht heraus und das hat mich dann nicht mehr gewundert. Trotzdem war ich über seine Geschichte überrascht.

Mal finde ich sehr toll. Er taucht an Alinas Seite wieder auf und hilft ihr gewissen Einflüssen zu entkommen. Ich finde die Liebesgeschichte zwischen ihm und Alina wirklich schön. Sie ist eine logische Konsequenz aus ihrer Vergangenheit. Doch diese Liebe ist gleichzeitig auch Alinas größte Schwäche.

Auch wenn der Erzählstil wirklich gut ist und die Geschichte schnell voranschreitet, hätten es einige Szenen nicht geben müssen. Hier und da gab es doch Szenen, die ich auch hätte überspringen können, ohne etwas wichtiges zu verpassen. Somit zieht sich das erste Buch in der Mitte etwas. Nichtsdestotrotz bin ich sehr gespannt, wie es in Band 2 und drei weitergeht.

Header Fazit

Ein schöner Reihenauftakt für die Grisha Trilogie!

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