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Die Erwählten | Rezension

Die Erwählten von Veronica Roth

Rezensionsexemplar

Aber genau das ist der Punkt bei Sloane: Ich glaube ihr. Ich nehme ihr ab, dass sie sich um nichts schwer, am allerwenigsten um mich und unser Treffen. Sie wollte von vornherein kein Interview geben.

Veronica Roth – die Erwählten, Penhaligon, S.14
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Die Erwählten beginnt am Ende der Geschichte und geht von dort aus weiter. Der Bösewicht ist besiegt und die Helden müssen nun ihr Leben weiterleben mit all ihren Höhen und Tiefen. Doch dieses Happy End währt nicht lange, denn zehn Jahre später stehen sie ihrem größten Feind gegenüber und er treibt ein böses Spiel mit ihnen.

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Die Erwählten von Veronica Roth ist die erste Reihe, die ich nach der Bestimmung gelesen habe und was soll ich sagen? Ich liebs genauso wie die Divergent Reihe. In die Erwählten beginnt die Geschichte genau da, wo viele Geschichten ihr Ende finden: Die fünf Erwählten haben die böse Macht in ihrer Welt gebannt und leben fortan mit den Folgen.

Sloane, die Protagonistin der Geschichte, hat psychische Probleme, ist aber gleichzeitig mit dem Anführer ihrer Truppe zusammen und kommt mit dem Ruhm absolut nicht klar. Sie möchte nicht im Mittelpunkt stehen, ist eher kalt und abweisend. Sie ist nicht die typische Figur, mit der man sich identifizieren kann, doch ich wurde relativ schnell mit ihr warm. Vor allem im Verlaufe des Buches wurde sie mir noch sehr sympathisch, weil sie irgendwann aus dem Bauch heraus entschieden hat und das mochte ich. Sie hat nicht alles zerdacht und doch ist sie in den meisten Situation mit Vorsicht vorgegangen und hat zugeschlagen, als es sich ergeben hat.

Sie hatte sich ein halbes Dutzend Mal in ihn verliebt, bevor sie es sich selbst eingestand – wenn er über den ohrenbetäubenden Lärm der Drains Befehle schrie, damit alle am Leben blieben; wenn er auf den nächtlichen Fahrten übers Land zusammen mit ihr wach blieb, als alle anderen längst eingeschlafen waren; wenn er seine Großmutter anrief und seine Stimme ganz sanft wurde.

Veronica Roth – die Erwählten, Penhaligon, S.25

Albie, Ines, Esther und Matt sind alle anderen Erwählten, kommen aber eher als Nebencharaktere vor. Albie kommt, ebenso wie Sloane, sehr schlecht mit der Vergangenheit klar. Ines ist für mich leider der schwammigste Charakter, weshalb ich mich auch an ihren Charakter gar nicht mehr erinnern kann. Esther und Matt hingegen stehen Sloane zur Seite, geben ihr aber auch Konter, wenn sie wirklich mies drauf ist. Ich mochte die beiden, denn man hat gemerkt, egal wie oft sich die drei streiten, wenn es drauf ankommt, konnten sie sich aufeinander verlassen und haben sich auch vertraut.

Der Weltenaufbau ist sehr komplex, genauso wie die Welten selbst. Ich mochte es sehr gerne, wie man als Leser direkt dort hineingeworfen wurde und sich selbst zurechtfinden muss. Es wurde nicht genau geklärt, wer der Dunkle ist, wieso sie ihn besiegen mussten und was das jetzt für Folgen hat. All das wurde nach und nach in der Geschichte aufgedeckt und dem Leser nähergebracht. Geholfen haben auch die Zeitungsartikel, die zwischen den Kapiteln abgedruckt sind. Alle Fragen werden jedoch nicht geklärt, aber das find ich gar nicht schlimm. Man findet sich zurecht und weiß die nötigsten Informationen.

Natürlich streckten die Wartenden auch die Hände nach Sloane aus oder wedelten mit dem Trilby-Artikel vor ihrer Nase herum. Auf der einen Seite prangte ihr Gesicht, auf der anderen stand Rick Lanes sexistisches Arschlochgelaber. Einige riefen ihren Namen, aber sie ignorierte sie, wie immer.

Veronica Roth – die Erwählten, Penhaligon, S.30.

Es gab ein paar Plottwists, die wirklich unvorhersehbar waren und das hat mir gut gefallen. Einige waren meiner Meinung nach zu konstruiert, sodass sie mich schlussendlich nicht überrascht haben. Aber auch das kommt vor.

Für diesen riesigen Weltenaufbau fand ich das Ende aber dann doch etwas langweilig und unspektakulär. Es fühlte sich an, als ob es zu einem richtig tollen Ende werden kann, doch das Ende war dann eher meh. Mir hat da das gewisse Etwas gefehlt. Ich wüsste jetzt aus auch nicht, was in Band 2 noch passieren kann, da es sich für mich wie ein ordentliches Ende angefühlt hat. Ich lasse mich also mal überraschen!

Header Fazit

Die Erwählten von Veronica Roth ist ein wirklich tolles und unglaublich spannendes Buch, was zwar hier und da mal minimale Schwächen hat, insgesamt aber sehr überzeugt hat.

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