Rezensionen

Children of Virtue and Vengeance | Flammende Schatten | Tomi Adeyemi

Children of Virtue and Vengeance Rezension

Ich versuche, nicht an ihn zu denken.

Wenn ich es trotzdem tue, höre ich das Rauschen des Meeres. Als ich es zum ersten Mal vernahm, war Baba bei mir.

ALs ich die Welle zum ersten Mal fühlte.

Children of Virtue & Vengeance – Tomi Adeyemi, S.9, FJB.

DIES IST BUCH 2 DER LEGACY OF ORISHA REIHE. Lest zuerst Children of Blood and Bone um euch nicht zu spoilern.

header inhalt

Zelié hat es geschafft und die Magie ist zurück in Orisha. Doch das Ritual war stärker als gedacht. Es hat verschlossene Magie entfacht bei Menschen, die sie nicht beherrschen sollten. Denn ihre Feinde sind nun stärker als je zuvor.

Zelié und Amari müssen jetzt einen Weg finden, das Land zu vereinen oder Orisha wird für immer im Krieg bleiben.

header meinung

Nachdem Children of Blood and Bone für mich ein potentielles Jahreshighlight war, musste ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Tatsächlich dachte ich bis hierhin noch, dass das ganze eine Dilogie wird. Ich weiß nicht wieso ich das dachte, aber die Reihe ist eine Trilogie und Buch 3 soll aller Voraussicht 2023/2024 auf Englisch erscheinen. Ich hoffe so sehr, dass wir Buch 3 auch auf Deutsch bekommen.

Children of Virtue and Vengeance hat genau da begonnen, wo Band 1 aufgehört hat. Die Magie der Maji ist zurück, aber jetzt wird sie nicht mehr nur für das Gute genutzt. Die Maji wollen die Monarchie stürzen und das mit Zelié als ihre Anführerin. Dank Zelié und dem Ritual haben aber nicht nur die Maji ihre Magie zurück. Es gibt nun auch die sogenannten Titanen. Das sind die Adeligen der Welt, die irgendwie Magie in sich getragen haben, die jetzt ausgebrochen ist. Doch der Unterschied zu den Maji ist, dass deren Magie ungefiltert durch sie durchfließt. Sie kann die Menschen zerreißen und ist stärker als die der Maji.

Vater hat immer gesagt, Orisha wartet auf niemanden.

Auf keinen Mann.

Auf keinen König.

Mit diesen Worten rechtfertigte er alles, was er tat. Es war seine Ausrede, um sich alles herauszunehmen.

Children of Virtue & Vengeance – Tomi Adeyemi, S.15, FJB.

Wir folgen erneut Zelié, Amari und Tzain als Protagonisten, was sich in Children of Virtue and Vengeance viel stärker aufbaut als es in Buch 1 der Fall war. Die Fronten sind hier soweit klar und somit auch die Charakterentwicklung der Personen.

Zelié ist am Anfang des Buches unentschlossen und ängstlich. Sie hat zu viele ihrer Freunde und ihre Familie sterben sehen und will eigentlich nicht mehr die Anführerin sein. Für mich war klar, dass Zelié hier an dem Wendepunkt ist, denn diese Einstellung haben eigentlich alle Helden in dystopischen Büchern, bevor sie sich für ihren Weg entscheiden. Und so ist es mit Zelié auch gekommen. Sie hat zwischendurch sogar mit dem Gedanken gespielt, selbst auf den Thron zu steigen oder abzuhauen.

Zelié reibt sich den Nacken, ihre Finger fahren über die neuen goldenen Zeichen auf ihrer Haut. Es sind alte, überlieferte Symbole, die nach dem Ritual bei ihr auftauchen. Jede geschwungene Linie und jeder Punkt glänzt wie mit einer winzig kleinen Nadel gestochen. Obwohl die Zeichen wunderschön sind, verdeckt Zelié sie. So wie ihre Narben. Sie schämt sich dafür.

Children of Virtue & Vengeance – Tomi Adeyemi, S.21, FJB.

Amari ist diesmal diejenige, die nicht ganz weiß, wo sie eigentlich hinwill. Sie ist ebenfalls eine Titan und muss lernen mit ihren Kräften klar zu kommen. Doch sie hat den Thron im Blick und handelt immer wieder gegen die Maji, um ihren Kopf durchzusetzen. Hierdurch kommt es oft zu Problemen und nicht nur einmal schafft sie es, die Maji fast dem Feind auszuliefern. Ich konnte Amaris Probleme und ihren Schmerz gut nachvollziehen, waren doch manche ihrer Handlungen relativ kindisch. Am Ende hat sie jedoch noch einmal einen Wandel durchgemacht, den ich sehr gut fand und der mich auch von ihr überzeugt hat.

VORSICHT SPOILER ZUM ENDE VON BAND 1!!

Inan hingegen bleibt für mich eine Person, bei der ich mir einfach nicht sicher bin, was ich von ihm halten soll. Da habe ich genauso gemischte Gefühle wie Zelié sie hat. Inan besteigt den Thron, weil seine Mutter das will und kontrolliert ihn ebenso wie sie das mit seinem Vater gemacht hat. Auch wenn Inan nicht alles gutheißt, was seine Mutter macht, ist sein Widerstand mal stärker, mal schwächer. Das ist sehr spannend zu lesen, zumal er sich immer wieder gegen die Befehle stellt, aber nichts bewirkt, weil die Titanen viel mächtiger sind als er. Inans Entwicklung mochte ich dennoch, denn gegen Ende des Buches entwickelt er sich zu einer Person, die ich mag. Ich frage mich nur, ob er eventuell doch nochmal zum kompletten Gegenspieler der Maji wird.

Die Geschichte von Children of Virtue and Vengeance schreiter erneut rasant voran. Obwohl es ein zweites Buch ist, war die Charakterentwicklung hier erneut sehr stark. Ich glaube die Protagonisten haben hier erst ihren Weg gefunden und gemerkt, was sie lieben und wofür sie genau stehen. Das hat mir echt gut gefallen, weil ich mich frage, wie das ganze jetzt in Band 3 enden wird. Schließlich haben wir mit diesem Band einen erneuten Cliffhanger, der diesmal wirklich absolut nichts auf den kommenden Band verrät.

Header Fazit

Die Geschichte von Children of Virtue and Vengeance schreitet genauso rasant voran, wie wir es bereits aus aus dem ersten Band gewohnt sind. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin gespannt, wie der Krieg zwischen den Maji und Titanen ausgeht.


Tomi Adeyemi | Children of Virtue and Vengeance

27.05.2020 | 496 Seiten

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Die Reihenfolge der Legacy of Orisha Buchreihe

(1) Children of Blood & Bone

(2) Children of Virtue and Vengeance

(3) Kein Titel veröffentlicht (vermutlich 2023/2024 in Deutschland)


Children of Virtue and Vengeance | Leseprobe

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