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Children of Blood and Bone | Goldener Zorn | Tomi Adeyemi | Rezension

Children of Blood and Bone Rezension

Ich schüttele den Kopf, weiß nicht, was ich sagen soll. Das seltsame Gefühl vibriert unter meiner Haut, fremd und gleichzeitig vertraut. Es rumort tief in mir, wärmt mich von innen. Es pocht wie ein zweiter Herzschlag, pulsiert wie…

Children of Blood & Bone – Tomi Adeyemi, S.98, FJB.
header inhalt

Zeliés Leben drehte sich früher einmal um die Magie in der Welt. Doch eines Nachts, als der König alle Magier töten lässt, verlässt auch die Magie Orisha und somit die Menschen.

Viele Jahre später bekommt Zelié die Möglichkeit die Magie nach Orisha zurück zu bringen. Doch auf ihrem Weg lauern Gefahren, die sie vorab nicht für möglich gehalten hat. Besonders der Kronprinz stellt sich ihr immer wieder in den Weg.

header meinung

Hat jemand potentielles Jahreshighlight gesagt?

Children of Blood and Bone hat mich komplett überrascht. Das Buch lag schon etwas länger auf meinem SuB und irgendwie hab ich es nie angerührt. Doch im Februar hab ich es dann zur Hand genommen und konnte es kaum noch aus der Hand legen.

Das ganze Szenario ist eine dystopische Fantasywelt, in der es früher Menschen gab, die Magie in sich hatten. Diese Menschen sind sogenannte „Maji“. Diese Magie haben sie eigentlich für das Gute eingesetzt, doch dann kam der König und hat sie unterdrückt. Mit der sogenannten „Blutnacht“, bei der jeder Mensch, der Magie in sich hatte, umgebracht wurde und ihre Nachkommen unterdrückt. Die Magie ist in dieser Nacht von der Erde verschwunden.

Als Leser*in folgt man 3 Hauptcharakteren, die unterschiedlicher nicht sein können. Es gibt Zelié, die eine Maji ist und deren Mutter Magie in sich hatte. Sie lebt in einem kleinen Dorf und ist sehr aufmüpfig. Sie kann ihre Klappe nicht halten und versucht sich gegen die Ungerechtigkeit der Krone zu erheben. Damit bringt sie aber nicht nur sich, sondern auch ihr ganzes Dorf in Gefahr. Sie ist schlussendlich jedoch diejenige, die die Magie zurück ins Land bringen soll. Sie macht eine sehr starke Charakterentwicklung durch. Von einem Mädchen, dass ihre Familie in Gefahr bringt, zur Hoffnung der Maji. Ich mochte sie als Protagonistin sehr, auch wenn sie Fehler macht, ist sie doch sehr stark und versucht alles in ihrer Macht stehende zu tun, um jeden zu beschützen.

Ashê ist die göttliche Kraft. Sie unterscheidet die Maji von den Divînés. Wir brauchen sie, um unsere magischen Fähigkeiten zu benutzn. Ohne Ashê können Maji keine Magie ausüben.

Children of Blood & Bone – Tomi Adeyemi, S.99, FJB.

Amari ist die Kronprinzessin des Landes und kommt recht früh zu Zelié und ihrem Bruder Tzain. Sie durchschaut die Machenschaften ihres Vaters früh und ist diejenige, die Zelié in die Rolle der Retterin drängt. Sie war überraschenderweise auch nie das verwöhnte Prinzesschen, sondern war sich immer bewusst, dass sie nicht zurück kann und jetzt überleben muss. Amari mochte ich auch als Protagonistin, obwohl sie ab und an in Zeliés Schatten stand. Als Love Interest für Zeliés Bruder fand ich sie auch gut. An Amari mochte ich vor allem, dass sie immer wieder ihr Handeln und das ihres Vaters hinterfragt hat. Das wirkte natürlich und sinnvoll. Genauso wie sie sich schnell bei den Maji eingelebt hat.

Inan hingegen ist ein Protagonist, bei dem ich mir bis zum Schluss nie zu 100% sicher war, wo er genau steht. Er ist der Thronfolger und sehr tief in der Doktrin seines Vaters gefangen. Er traut keinem Maji, hasst die Magie und hat riesige Probleme sich selbst zu verstehen. Denn er hat immer wieder Magieausbrüche, die er versucht zu verbergen und die er nicht versteht. Er und Zelié sind wie Pech und Schwefel. Sie können nicht mit und nicht ohne einander. Ihre Beziehung baut sich langsam auf, jedoch ist sie sehr chaotisch. Dadurch, dass Inan sich nie zu 100% für eine Seite entscheidet, sind seine Handlungen oft konfus und widersprechen sich auch hier und da.

Nach langer Zeit ist die Magie endlich wieder da.

Es ist, als würde sich in meinem Herzen ein Schleusentor öffnen. Eine gewaltige Woge von Emotionen rauscht durch meinen gesamten Körper. Die Götter sind zurück. Sie leben!

Children of Blood & Bone – Tomi Adeyemi, S.114 FJB.

Tzain ist zwar kein direkter Hauptcharakter, aber sehr wichtig für die Geschichte. Er ist der Bruder vom Zelié und irgendwie die gute Seele der Expedition. Er glaubt an seine Schwester und unterstützt sie zu 100%. Doch verliebt er sich auch in Amari, obwohl er sich erst noch dagegen wehrt – schließlich ist sie die Prinzessin von Orisha. Er ist immer wieder in einem inneren Konflikt zwischen der Unterstützung von Zelié und der Liebe zu Amari. Doch er findet eigentlich immer einen guten Mittelweg und fungiert auch als Vermittler zwischen den beiden.

Die gesamte Geschichte ist rasant geschrieben und bietet an kaum einer Stelle die Möglichkeit mal durchzuatmen. Von der ersten Seite bis zur letzten ist soviel Geschichte und Entwicklung der Charaktere in das Buch gestopft, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Der Cliffhanger am Ende hat mir dann den Todesstoß versetzt, sodass ich mir direkt im Anschluss Buch Nummer 2 bestellt habe, weil ich einfach wissen musste, wie es weitergeht.

Header Fazit

Children of Blood and Bone hat mich komplett überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass in diesem Buch so eine großartige Geschichte steckt!


Tomi Adeyemi | Children of Blood & Bone

27.06.2018 | 624 Seiten

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Die Reihenfolge der Legacy of Orisha Buchreihe

(1) Children of Blood & Bone

(2) Children of Virtue and Vengeance

(3) Kein Titel veröffentlicht (vermutlich 2023/2024 in Deutschland)


Children of Blood & Bone | Leseprobe

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