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Die 12 Häuser der Magie: Schicksalswächter | Rezension

Die 12 Häuser der Magie

von Andreas Suchanek

„Ohne abzuwarten, trat Nic durch das Spiegelportal. Es fühlte sich an, als trete er durch eine stehende Wasserfläche, nur war er danach nicht nass, stattdessen stand er in einem Blizzward. Zumindest kam es ihm so vor. Schnell sog er mit seinem Anima Magie aus der Umgebung und erschuft eine schützende Wärmeblassen.“

Andreas Suchanek – 12 Häuser der Magie: Schicksalswächter, Kapitel 1

Vielen Dank an den Drachenmondverlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar

header inhalt

Nicholas Ashton ist Magier und träumt, wie die meisten von ihnen, schon sehr lange von den 12 Häusern in denen er sein magisches Talent vertiefen kann. Doch vom Haus der Schicksalswächter hatte er nie geträumt. Wie das Schicksal es dann aber so will, wird er genau diesem Haus zugeteilt.

Schnell merkt er, dass im Haus der Schicksalswächter nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Er wird mit uralten Mächten und einem verlassenen, magischen Haus konfrontiert. Gemeinsam mit seinen Freunden versucht er, all seine Fragen zu klären und wird in eine Verschwörung mit reingezogen, aus der er so schnell nicht mehr rauskommt.

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Die 12 Häuser der Magie war für mich ein Buch, das ich unbedingt lesen musste. Nicht nur, dass mir der Klappentext sofort zugesagt hat, sondern auch weil ich wusste, dass die Ideen die Andreas Suchanek immer hat, ziemlich gut sind. Und das Buch hat mich nicht enttäuscht.

Die Protagonisten sind die Freunde Nic, Matt und Jane. Der Leser lernt die Jugendlichen am letzten Tag ihrer Zauberschule kennen und begleitet sie durch ihren Abschied voneinander. Nach der Schule werden sie in einer magischen Zeremonie einem von 12 Häusern zugeteilt, die jeweils ein Talent, also eine Fähigkeit, fördern. Diese Talente können durch Schattenlaufen oder Pflanzen kontrollieren sein. Diese Häuser sorgen für ein Gleichgewicht in der magischen Welt und jeder Zauberer ist einem von ihnen zugeteilt. Ein Jahr lang müssen die Freunde in dem Haus leben und ihr Talent trainieren, bis sie sich entscheiden, weiterhin dem Haus zu helfen oder doch einen anderen Weg einschlagen. Die Freunde habe Angst sich aus den Augen zu verlieren, weil die Häuser untereinander nicht oft kooperieren und ihre Ausbildung viel von ihnen abverlangt.

„So wie der Anima bereits einem Baby in die Wiege gelegt wurde, damit er sich ausformte und ein Band geschaffen wurde, so reifte auch das Talent. Angeblich wechselte es im Verlauf der Pubertät ständig und wurde deshalb erst nach dem Ende der Akademiezit enthüllt.“

Andreas Suchanek – 12 Häuser der Magie: Schicksalswächter, Kapitel 1

Nic, Jane und Matt werden in die Häuser eingeteilt und versuchen sich immer wieder zu kontaktieren, weil sie ihre Freundschaft nicht vergessen wollen. Doch Nic wird in das Haus der Schicksalswächter gewählt. Dieses Haus ist für das Schicksal der Menschen und Magier verantwortlich. Er sieht sogenannte Schicksalsfäden und deren Veränderungen. Er und sein Haus müssen immer wieder verhindern, wenn Magier das Schicksal einer Person oder Gruppe verändern wollen. Doch sie können es gleichzeitig auch manipulieren, weshalb sie so gefürchtet sind. Es sind immer nur eine Handvoll Magier, die in das Haus gewählt werden.

Nic ist am Anfang überhaupt nicht begeistert, weil er nicht gemieden werden will. Er versteht außerdem nicht genau, wieso er ausgewählt wurde. Denn er war sie sicher in ein anderes Haus zu kommen. Doch nach und nach findet er sich damit ab, der einzige Neuling zu sein und seine Ausbildung zu vertiefen. Doch relativ schnell kommt er einer Art Verschwörung auf die Spuren, die seine Freunde Matt und Jane miteinschließt, da er sie ausversehen mit reinzieht.

„Ein große Teil der magischen Gemeinschaft war in den fünf schrecklichen Jahren des Regnums, die von 1866 bis 1871 angedauert hatten, getötet worden. Die schriftlichen Auszeichnungen und konservierten Erinnerungen wurde noch heute den Schülern vorgeführt, damit das Frauen nie vergessen wurde.“

Andreas Suchanek – 12 Häuser der Magie: Schicksalswächter, Kapitel 3

Zu Beginn werden dem Leser Bruchstücke der Geschichte hingeworfen. Es gibt innerhalb der Magier eine Splittergruppe, die versucht einen Dämon wieder zu beschwören. Dieser kann ein sogenanntes „Regnum“ erschaffen, was im Grunde nichts anderes ist, als die Herrschaft dieses Dämons über die Magier. Vor vielen Jahren war dies schon einmal so, doch die Häuser haben es geschafft, ihn zu bannen.

Die ganzen Bruchstücke verwickeln sich nach und nach zu einer unglaublich spannenden und rasanten Geschichte. Es passieren Dinge, die man nicht erwartet hätte. Mir gefällt bei Andreas Suchanek immer sehr gut, dass die Protagonisten nicht plötzlich alles können, sondern dass sie eine ganz normale Lernkurve haben und zwischendurch auch einfach mal auf die Fresse fliegen. Nic hat normale Probleme. Er zweifelt an sich, weil er einfach noch so wenig kann und bringt dadurch sich und seine Freunde in Gefahr. Doch sobald er mehr weiß, bekommt er auch direkt mehr Selbstbewusstsein. Dennoch ist ihm immer wieder bewusst, dass das, was er und seine Freunde aufdecken, einfach zu groß ist. Ich finde, dass deren Handeln immer sehr logisch ist und nachvollziehbar. Man merkt einfach, dass die Figuren an ihren Aufgaben wachsen.

 „Das Ritual begann. Glücklicherweise erlosch der erste Stein, ohne dass sich ein Talent offenbarte. Er war kein Heiler. Viel zu langweilig. Innerlich drückte er die Daumen, als die chattenläufer an der Reihen waren, doch auch das neue Haus von Jane würde nicht das seine werden.“

Andreas Suchanek – 12 Häuser der Magie: Schicksalswächter, Kapitel 4

Zwischendurch gab es auch ganz leichte Jonathan Stroud Vibes, als Nic einen Begleiter an die Seite gestellt bekommt, der mit viel Witz und Humor die ein oder andere intensive Situation aufheitert. Nur Nic kann ihn sehen und hören. Das machen dann seine Selbstgespräche wirklich sehr witzig.

Die Figuren ergänzen sich wunderbar. Es gab keine langweiligen Passagen oder unnütze Erwähnung. Gleichzeitig kommen auch immer mal wieder die typischen WTF-Momente, bei denen man sich als Leser einfach nur denkt: „Wie…wieso?“ und dann setzen sich plötzlich so viele Puzzleteile zusammen und man sitz nur noch mit offenem Mund vor dem Buch.

Header Fazit

Ein toller Auftakt einer hoffentlich genauso spannenden Reihe voller Magie und dem Kampf gegen einen Dämon. Ich freue mich schon sehr bald Band 2 zu lesen!


Andreas Suchanek| Die 12 Häuser der Magie: Schicksalswächter

16. Oktober 2019 | 350 Seiten


Die Reihe „Die 12 Häuser der Magie“

(1) Schicksalwächter

(2) Schicksalskämpfer

(3) TBR


Die 12 Häuser der Magie 1 | Schicksalswächter | Leseprobe

(2) Kommentare

  1. sagt:

    Hallo Andrea,

    ich kann deine Meinung nur unterschreiben! Dies ist wieder mal eine wirklich tolle Trilogie! Ich hab grade letzten Monat den 2. Teil gelesen und er ist genau so gut und spannend wie der erste Teil. Warte jetzt ungeduldig auf den 3. Band.

    Und wann gehts bei dir mit dem 2. Teil weiter?

    Liebe Grüsse
    Alexandra

    1. Drea sagt:

      Hallo Alexandra,

      ich hoffe sehr bald. Aber ich möchte jetzt erst einmal ein bisschen den SuB abbauen und dann schaue ich mal weiter 🙂

      Liebe Grüße

      Andrea

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