High Tea

Bachelor Resumee

Hallo und willkommen zurück,

diesen Post wollte ich schon wirklich lange schreiben, da ich so eine Art Resumee zu meinem Bachelorstudium ziehen wollte, doch habe ich bisher nie die richtigen Worte gefunden. Nun sitze ich gerade an einer Hausarbeit und plötzlich fließen die Worte für diesen Beitrag. Das ist doch typisch oder?

Was habe ich studiert und wieso?

Ich habe angefangen zu studieren, da ich keine Ausbildung gefunden habe und nicht wusste, wohin mit mir. Also habe ich mich da eingeschrieben, bei dem ich wusste, das könnte mir Spaß machen: Germanistik im Kernfach, Geschichte im Nebenfach. Im ersten Semester bin ich dann direkt an Sprachwissenschaften verzweifelt, aber Literaturwissenschaften – sowohl neuere als auch ältere – haben mich begeistert und so habe ich mich dann durch diverse Dozenten dazu entschieden, mich auf Literaturwissenschaften und Mündlichkeit/Schriftlichkeit zu fokussieren. Mündlichkeit/Schriftlichkeit gibt es an meiner Uni nun nicht mehr und war eigentlich auch nur ein Mix aus Literaturwissenschaften und Sprachwissenschaften, hat aber unglaublichen Spaß gemacht, weil man hier sehr viel Interpretationsspielraum hatte, was Seminare und Arbeiten anging.

Bachelorzeit!

Nach vielen Hochs und noch viel mehr Tiefs, habe ich es dann endlich geschafft, meinen Bachelor anzumelden und ihn zu schreiben. Viel Schweiß, Tränen, Verzweiflung und Angst sind dort hineingeflossen, aber am Ende war ich dann doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Geschrieben habe ich in der Mündlichkeit zum Thema „Arzt-Patienten-Gespräch“ und es hat mir unglaublich Spaß gemacht. Einen Tipp, dem ich jeden geben würde, der kurz vor dem BA steht: Es ist alles nur halb so schlimm, wie es einem erzählt wird. Das ist echt nur ne viiiiel viiiel größere Hausarbeit.

Fazit des Studiums

Es hat sich gelohnt. Klar gibt es einige Kritikpunkte, aber ich muss sagen, auch wenn ich zunächst absolut nicht gemerkt habe, dass ich überhaupt etwas im Studium gelernt habe, ist mir jetzt – wo ich den Master anfange – doch aufgefallen, wie viel Wissen ich da angehäuft hab. Ich weiß nicht nur, wie ein Text aufgebaut werden muss, wie er spannend ist, wie ich gute und schlechte Texte bewerte und und und, sondern auch all die Fakten, all die Bücher und Hintergründe, die ich gelernt habe, sind echt spannend. Für Geschichte gilt dasselbe. Ich habe so viel gelernt, was ich immer wieder anwenden kann. Vor allem geht Geschichte auch gut mit Germanistik einher, da man vor allem in der Mediävistik viel auf die Texte anwenden kann.

Ich würde es zumindest immer wieder im Bachelor studieren, da man später auch unglaublich viele Chancen hat auf dem Arbeitsmarkt. Man kann sich als Germanistikstudent wirklich in viele Richtungen umsehen, ob Radio, Verlag, PR oder anderen Feldern. Ich habe auch schon in einige Felder hineingesehen, nur ist es dadurch leider auch umso schwieriger seinen perfekten Job zu finden. Ich glaube, ich weiß mittlerweile, wohin ich möchte. Doch Praktika und meinen Nebenjob zu vereinbaren, ist leider auch nicht leicht, aber demnächst hoffentlich machbar!

Studiert ihr? Oder wollt ihr studieren? Habt ihr studiert? Wenn ja, was und wohin solls gehen bzw. ist es gegangen? 😊

(6) Kommentare

  1. Hallo Andrea,

    Gratulation zum Bachelor.

    Ich war noch einer der letzten Mohikaner, die noch ein Diplom gemacht haben bei uns an der FH. Ich habe dann zwar mit dem Master noch angefangen aber so richtig motiviert war ich nicht, weil sich viel wiederholt hat. Die haben bei uns an der FH halt die ganzen optionalen Teile aus dem Diplom genommen und auf Bachelor und Master aufgeteilt und nur einen verschwindent geringen Teil davon angerechnet.

    Ansonsten fand ich die Studienzeit aber wirklich toll – abgesehen davon, dass man finanziell ständig knapp ist. Aber wenn man dann Arbeitet und mehr Geld hat, fehlt es dann wieder an der Zeit.

    Insofern: Genieße die Zeit. Die kommt so nie wieder. 🙂

    LG

    Torsten

    1. sagt:

      Hallo 🙂

      vielen Dank. Ich freu mich auch sehr darüber und werde versuchen die Master Zeit noch zu genießen 🙂 Ich freu mich aber auch schon ein wenig aufs Berufsleben später 🙂

      Liebe Grüße

  2. Ich liebe solche Berichte und lese auch gern, was andere für Schwerpunkte gewählt haben. An den Geisteswissenschaften liebe ich, dass man da nur wenige Pflichtkurse hat, sondern vieles frei nach Interesse wählen kann. Ich habe nur ein Semester Germanistik im Nebenfach gemacht und dort ein Seminar über Novellen belegt, was ich super interessant fand. Danach habe ich zu Romanistik gewechselt, aber im Hauptfach studiere ich Anglistik, was Germanistik ja sehr ähnlich ist – nur eben in einer anderen Sprache. Ich liebe es und kann völlig nachvollziehen, dass dir dein Studium auch gefallen hat. Die Bachelorarbeit bereitet mir aber auch schon Sorgen, daher danke für deine Beruhigung was das angeht 😀
    Liebe Grüße!

    1. sagt:

      Hallo,

      ein Novellenseminar hatte ich auch schon und hab es geliebt! Ich hatte auch schon sehr viele coole Seminare und im Master ist das ganze sogar noch ein bisschen freier, weil es nur noch Pflichtmodule gibt, aber keine Pflichtseminar oder Vorlesung :). Deshalb mag ich das Studium auch aktuell wieder sehr gerne.

      Und vor dem Bachelor brauchst du keine Angst zu haben. Ein Tipp, den ich dir geben kann: Wenn du ein ganzes Semester Zeit hast, nimm es dir. Ich hab 3 Monate nur recherchiert, gelesen und abgetippt und 3 Monate dann nur geschrieben (und dann auch erst angemeldet). Mein Dozent war damit völlig einverstanden 🙂

      Liebe Grüße

      1. Das klingt toll. Ich hätte auch noch Lust auf einen Master, muss mir aber noch überlegen, ob das sinnvoll ist. Aber super, dass es dir gefällt.

        Danke für den Tipp, den werde ich bestimmt beherzigen. Ich bin normal jemand, der Dinge gerne aufschiebt, darum ist es umso sinnvoller, wenn ich schon vor der Anmeldung einiges erledigt habe. Mal schauen, ob ich das auch so umsetzen kann 🙂

        1. sagt:

          Mit dem Master solltest du dir auch wirklich sicher sein, finde ich. Denn nach dem BA hatte ich so gut wie gar keine Verschnaufspause und merke, obwohl es mir unendlich Spaß macht, dass im Master unglaublich viel verlangt wird und man sich darauf auch erstmal einlassen muss. Das hatte ich im BA nämlich absolut gar nicht xD

          Viel Erfolg bei deiner Arbeit dann! 🙂

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