Filmkritik

Fahrenheit 451

Filmrezension Fahrenheit 451

Last updated on Juli 31st, 2019 at 05:53 pm

Fahrenheit 451 ist ein Buch, das habe ich damals in der Schule gelesen und nicht mal die Hälfte verstanden. Was wahrscheinlich daran lag, dass das damals etwas über unserem englisch Lernlevel lag, aber unsere Lehrerin das egal war.

Nun dann hab ichs viele Jahre später noch einmal gesehen und vor kurzem die HBO Verfilmung dazu gesehen, die das ganze Buch in die moderne Welt hebt.

In Fahrenheit 451 sind Bücher verboten, da sie die Menschen vergiftet und zum selbstdenken anregt. Die Menschen sollen alles schlucken, was das System ihnen beibringt und nichts davon darf in Frage gestellt werden. Das freie Denken wird unterdrückt. Doch wie in jeder guten Dystopie gibt es die Widersacher des Systems: in dem Fall diejenigen, die noch Bücher haben. Die Feuerwehr kontrolliert die Städte und führt die Strafen für diejenigen aus, die noch Bücher haben: sie verbrennen die Bücher vor ihren Augen. Meistens in einem riesen Spektakel für die Menschen. Egal ob eins oder eine ganze Bibliothek. Der Hauptcharakter Guy Montag ist so ein Feuerwehrmann und stellt sein Leben lang die Gesellschaft nicht in Frage, bis eine Frau gemeinsam mit ihren Büchern verbrannt werden will und er ein Buch vom Tatort mitnimmt. Dann lernt er langsam hinter den Einheitsbrei der Regierung zu steigen und begibt sich selber damit in Gefahr.

Die Neuverfilmung

Die HBO Neuverfilmung setzt auf eine Erzählung in der nahen Zukunft. Die Menschen haben Implantate, die von Computern kontrolliert werden. Kein Mensch ist unbewacht, selbst wenn er seinen Assistenten ausschaltet, ist er niemals richtig alleine.

Das Setting ist im Grunde dasselbe. Die Feuerwehr kontrolliert das, was die Regierung unterdrückt. Jedoch gibt es neben den normalen Büchern, wie wir sie kennen, auch eine Datenbank mit allen Büchern, die es jemals gab. Und eigentlich geht es genau um diese. Denn sie soll vom Widerstand hochgeladen werden, sodass jeder auf diesen Zugriff hat. Guy Montag nimmt hier auch ein Buch mit und lernt das Lesen von einer Widerstandkämpferin. Er sympathisiert mit ihr und beginnt langsam seinen Job und alles zu hinterfragen, bis er sogar versucht aus dem System zu fliehen.

Mir hat diese Neuinterpretation wirklich gut gefallen. Insgesamt ist das Buch immer schon ein gutes gewesen, ein kurzes Schlaglicht auf eine dystopische Welt, das schnell gelesen war, aber am Ende lange im Kopf blieb. Dass HBO den Film in die Neuzeit versetzt hat, passte dabei sehr gut. Die Technologie, die die Menschen dort verwenden, könnte so auch in ein paar Jahren hier sein. Die Grundidee von dem Buch bleibt und deshalb ist es wohl auch so erschreckend real. Die Schauspieler sind alle unglaublich sympathisch und spielen ihre Rollen perfekt.

Insgesamt sieht man nur ein Schlaglicht aus dieser dystopischen Welt, so wie es das Buch bereits vorgibt. Eng daran gehalten wurde sich schlussendlich nicht, doch ich finde das gar nicht schlimm, da es am Ende um die Message des Buches geht, und die bleibt gut erhalten!

der Trailer

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