Filmkritik

Drei Schritte zu dir [Film]

Drei Schritte zu dir Filmposter

Drei Schritte zu dir [Originaltitel: Five Feet Apart]

Drei Schritte zu dir ist ein Film und ein Buch, die parallel geschrieben wurden und doch so unterschiedlich sind. Die Rezension zum Buch, was ich wirklich toll fand, findet ihr hier!

Stella und Will haben beide Mukoviszidose und verbringen dadurch ihr Leben fast immer im Krankenhaus. Stella hat ihr Leben und ihre Krankheit voll im Griff, Will hat keine Lust auf die Krankheit und verfolgt seinen Therapieplan gar nicht. Doch als er Stella kennenlernt und sie durch ihren Kontrollzwang sich nicht abwimmeln lässt, beginnt auch er seine Therapie gemeinsam mit ihr. Dabei verlieben sich beide ineinander. Das wäre alles eine schöne Liebesgeschichte, dürften sie sich näherkommen. Sie müssen wegen ihrer Krankheit immer drei Schritte Abstand zueinander halten…

Mir hat der Film drei Schritte zu Dir unglaublich gut gefallen. Das Buch hatte ich vorher gelesen und hatte dementsprechend auch gewisse Erwartungen, da ich wusste, dass sowohl das Drehbuch als auch das Buch parallel geschrieben wurden. Ich hoffte nicht unbedingt auf eine 1 zu 1 Verfilmung, aber schon auf eine, die sehr nah an dem Buch ist. Und so ist es auch. Der Film entspricht nicht zu 100% dem Buch, aber zu mindesten 90% schon!

Die Charaktere von Will, Stella und Poe sind im Film genau wie im Buch. Witzig, zynisch und unglaublich sympathisch. Stella ist der Kontrollfreak der kleinen Truppe und nimmt ihre Therapie unglaublich ernst. Sie hat sogar eine App entwickelt, die an jede noch so kleinste Tabletteneinnahme erinnert.

Poe ist ihr bester schwuler Freund und hat seine ganz eigenen Probleme mit seinen Liebhabern und der Krankheit. Er ist ganz alleine, nur mit seiner Schwester in Amerika, damit er die beste Therapie bekommt. Er träumt davon, seine Mutter wieder zu sehen. Poe ist auch derjenige, der Stella und Will hilft ihre heimlichen Dates zu haben und beide auch ermutigt diese Liebe einzugehen.

Will ist rebellisch und hasst seine Krankheit und die Art, wie seine Mutter damit umgeht. Weshalb die beiden Probleme haben, wird im Film leider nicht angesprochen, aber im Buch wird das Thema mehr behandelt. Er lässt Stella gewähren, weil er von ihr total fasziniert ist und ist sofort Feuer und Flamme für ihre heimlichen Dates. Er ist aber auch derjenige, der sich von den Schwestern in Bezug auf die Krankheit belehren lässt und so kommt es doch vor allem durch ihn immer wieder zu Konflikten zwischen ihm und Stella.

Die Schauspieler im Film Drei Schritte zu dir haben mir sehr gut gefallen. Sowohl Cole Sprouse als auch Haley Lu Richardson haben die Emotionen und Probleme sehr gut gespielt. Auch das Innenleben der Figuren, die man als Leser direkt mitbekommt, haben die beiden wirklich toll gemacht. Auch der Beziehungsaufbau war unglaublich niedlich, langsam und wirklich schön. Obwohl die Figuren wirklich Probleme in ihrem Leben haben mit einer nicht heilbaren Krankheit, sogar einem Virus, der Will die Chance auf Transplantationen komplett nimmt, bringen die Schauspieler unheimlich gut rüber. Die Rückschläge, die Erinnerungen an verstorbene Freunde oder auch einfach die Hoffnung, die sie haben. Egal ob in die Therapie oder in die jeweils anderen Personen.

Der Film ist nicht durchgehend deprimierend und bringt den Zuschauer auch an der einen oder anderen Stelle zum Lachen. Das Szenario bleibt im Krankenhaus, was nicht langweilig ist. Auch die Krankenschwestern sind echt süß und helfen, dass man diese familiäre Situation auf der Station vermittelt bekommt. Immerhin sind Stella und ihr bester Freund Poe seit ihrem Kinderalter dort regelmäßig zu Gast.

Obwohl es hier um zwei kranke Teenager geht, hat der Film Drei Schritte zu dir absolut nichts von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, was man zunächst denken könnte. Beide Filme sind nicht vergleichbar und völlig anders. Auch wenn die Autoren offen zugeben, dass Drei Schritte zu dir davon inspiriert wurde.

Das Ende des Filmes hat mir sehr gut gefallen, gleichzeitig aber auch das Herz gebrochen, so wie es im Buch bereits der Fall war. Und ich habe die ein oder andere Träne in diesem Film auch vergossen.

Hier findet ihr einmal den Trailer zu Drei Schritte zu Dir

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