Filmkritik

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle | Filmkritik

Dr Dolittle Film

Wer kennt nicht aus seiner Kindheit den quirrligen Eddy Murphy und seinen sprechenden Tieren? Den Tierarzt der mit Tieren sprechen kann und für mich als Kind sehr unterhaltsam war. Nun die fantastische Reise des Dr. Dolittle knüpft eher an eine andere Zeit an und unterhält Kind, als auch Erwachsene.

Dr Dolittle (Robert Downey Jr.) lebt ungefähr im Jahr 1830 und besitzt ein großes Reservat voller Tiere, ist Abenteurer und bereist mit seiner Frau viele Orte. Als sie aber allein auf Reisen ging und verstarb, verschanzt er sich vor der Außenwelt und stellt seine Dienste als Tierarzt ein. Dann tauchen ein pazifistischer Jägersjunge und eine Hofmädchen in sein Leben auf. Der junge Harry Collet möchte von ihm lernen, als er sieht, wie er einem Eichhörnchen hilft, dass Harry ausversehen angeschossen hat. Die Hofmädchen hingegen fordert von Dr. Dolittle auf, aufzubrechen und der kranken Königin Victoria zu helfen. Die Tiere hört man während des Films sprechen und unterstützen die Aufforderungen und zwingen Dr. Dolittle aufzubrechen. Allen voran die weise Papageidame Polynesia (Emma Thompson) hält Dr. Dolittle auf rechten Kurs und führt die Tiere mehr oder weniger an. Und dann führt es Dr Dolittle doch wieder zu seiner Frau, denn sie war auf der Suche nach einem Baum, der die Königin retten könnte.

Im Original (Spoiler) lebt John Dolittle auch als Arzt in der Stadt Puddleby-on-the-Marsh, doch weil die Menschen und seine Schwester seine Liebe zu Tieren vergrault hat, widmet er sich nur noch den Tieren. Die Papageidame Polynesia bringt ihm daraufhin das Sprechen mit den Tieren bei. Die Geschichte führt ihn anschließend nach Afrika, einen Ort, der 1920 sicher interessant erschien. Dolittle möchte den Affen dort helfen, wird auf dem Weg von einem König gefangen genommen und beendet seine Reise später erfolgreich, indem er den kranken Tieren dort helfen kann. Dort entdeckt er ein „Stoßmich-Ziehdich“ Tier, dass an jedem Ende ein Kopf hat. Dieses Tier stellt er letztendlich aus und wird damit reich. Diese Geschichte entspricht nicht unbedingt dem Film.

Der Film an sich erinnert mehr an Jim Knopf, als das was man vorher kennt. Die Welt ist wunderschön dargestellt, teilweise animiert und besonders die Tiere sind sehr realistisch bemüht dargestellt. Animationen, die sich der Film [Link: Ruf der Wildnis] abgucken könnte. Auch interessant war, dass die Fähigkeiten von Dolittle nicht auf Kräfte oder so basierten, sondern auch Harry schon anfing, die Tiere zu verstehen. Natürlich wurden den Tieren viele Persönlichkeiten und besonders Ängste gegeben, damit jeder für sich heraussticht und unterhaltsam ist. Nach seiner Rolle als Iron Man macht Robert Downey Jr. einen klasse Eindruck. Seine Persönlichkeit fließt oft in die Rolle mit ein, das konnte man bereits bei Sherlock Holmes von 2009 erkennen. Doch Dolittle verträgt sich gut mit der Rolle. Der Film ist durchaus gelungen und kann den zerriss einiger News Seiten (https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer-streaming/die-fantastische-reise-des-dr-dolittle-2020) nicht verstehen. Es ist ein wunderbarer Film für Kinder und kindliche Erwachsene. Wer ihn als Erwachsenenfilm bewertet, sollte ihn nochmal genauer anschauen. Auch werden nicht erreichte Vergleiche mit Johnny Depp und Fluch der Karibik gemacht (http://www.filmstarts.de/kritiken/254755/kritik.html) die gar keinen Sinn machen. Robert Downey Jr. ist schon in all seinen Filmen so gewesen und braucht sich nicht als Johnny Depp zu verstellen.

Einen Kritikpunkt neben den Gags, den Schauspielern und der eigentlich interessanten Geschichte gibt es dann doch. Die Geschichte kommt nicht ganz in Fahrt. Die Story wird das Chaos der Tiere und dem exzentrischen Verhalten von Dolittle vorangebracht. Probleme sind durch Genialität schnell gelöst (Hinweis: Kinder haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne) und irgendwie geht die Atmosphäre, die echt wunderschön ist, oft dadurch verloren. Die Geschichte klingt anfangs sehr spannend, wird aber durch die stückchenweise aufbereiteten Szenen eher mühselig rübergebracht und dann ist man schon beim Ende, dass ohne großen Knall auftaucht. Es ist keine Heldenreise, es sind eher Szenen für Szenen, die das erwartete Ende herbeiführt. Die Ängste und Probleme der Figuren werden dabei auf dem Weg gleich mitgelöst.

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